DAX nach Machtwechsel im Weisen Haus und vor EZB-Entscheid höher erwartet

Der DAX dürfte am Donnerstag höher starten. Der Broker IG taxierte den Leitindex zwei Stunden vor der Eröffnung mit einem Plus von 0,32 Prozent auf 13 966 Punkten.

Am Mittwoch hatte der Leitindex dank der Hoffnung auf einen Wachstumsschub der Weltwirtschaft, die an den Börsen mit dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Joe Biden verbunden wurde, 0,8 Prozent auf 13.921,37 Punkte zugelegt. Neben dem Machtwechsel in den Vereinigten Staaten, der Anleger positiv stimmt, erwarten sich Investoren am Donnerstag neue Hinweise auf die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).

Börsianer verfolgen gespannt, welche Maßnahmen der neue US-Präsident Biden an seinem ersten vollen Amtstag ergreifen oder anstoßen dürfte. Der Demokrat Joe Biden ist seit gestern der 46. Präsident der USA. Marktteilnehmer gehen davon aus, dass er die von der Corona-Pandemie schwer getroffene Wirtschaft mit billionenschweren Hilfsmaßnahmen stützen wird. In New York hatten die Kurse am Tag seiner Amtseinführung Rekordhöhen erreicht. Von der positiven Stimmung ließen sich auch die asiatischen Börsen anstecken, wo einige Indizes ebenfalls so hoch kletterten wie nie zuvor.

Hierzulande erhoffen sich Anleger außerdem Impulse von der am Nachmittag anstehenden Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Europäische Zentralbank werde zwar die Füße stillhalten, prognostizierte Frank Dixmier, Anleihechef des Vermögensverwalters Allianz Global Investors. “Gleichwohl dürfte die EZB ihren Willen und ihre Fähigkeit bekräftigen, alle ihre zur Verfügung stehenden Instrumente anzupassen, um das Ziel günstiger Finanzierungsbedingungen in der Euro-Zone zu erreichen.”

Zudem geht die US-Bilanzsaison in die nächste Runde. Im Tagesverlauf öffnen unter anderem der Chipriese Intel und der IT-Konzern IBM ihre Bücher.

rtr/dpa-AFX/iw