BMW-Aktie nach den Zahlen: So ist für Anleger eine zweistellige Rendite drin


Der Autokonzern BMW erzielte im dritten Quartal zwar sowohl bei den Auslieferungszahlen im Segment Automobile (+1,2 Prozent p.a. auf 590.415) wie auch im Bereich Motorräder (+11,5 Prozent p.a. auf 39.429) eine Steigerung. Leicht bergauf ging es auch mit dem Konzernumsatz, der sich in Q3 auf Jahressicht um 0,3 Prozent auf 23,424 Milliarden Euro erhöht hat. Bereinigt um Wechselkurseffekte hätte das Plus sogar bei 3,1 Prozent gelegen. Gar nicht gut kam unter den Börsianern aber vor allem das markante Minus beim Vorsteuerergebnis (EBT) an, welches sich von 2,575 Milliarden auf 2,422 Milliarden Euro (-5,9 Prozent) reduziert hat. Zwar hob das Unternehmen den Ausblick für das Vorsteuerergebnis an, Börsianer reagierten aber dennoch überwiegend enttäuscht auf das vorgelegte Zahlenwerk. In der Spitze rutschte der DAX-Wert im Dienstagshandel um 2,9 Prozent ab.

Dabei dürften auch die allgemein unsicheren Perspektiven der weltweiten Autobranche für die wachsende Skepsis eine große Rolle gespielt haben. Rückschlagpotenzial droht aus mehreren Ecken. Nach dem offensichtlich relativ glimpflich überstandenen Dieselskandal droht aber weiterhin erhebliches Ungemach. Forscher des International Council on Clean Transportation hatten mit ihren Untersuchungen den damaligen Abgasskandal aufgedeckt. Am gestrigen Montag brachten sie mit einer weiteren Studie die Autohersteller erneut in Verruf. Gemäß dieser Untersuchung verbrauchen Neuwagen in Europa 42 Prozent mehr Sprit als von den Herstellern angegeben. Für Autofahrer bedeutet das Mehrkosten von cirka 400 Euro pro Jahr und zugleich werde die Umwelt mit mehr klimaschädlichem Kohlendioxid belastet. Auch die noch offenen Verhandlungen zwischen CDU/CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen bergen erhebliche Risiken und könnten die Zukunft der deutschen Autoindustrie eintrüben.

Unter charttechnischen Aspekten spricht bei der BMW-Aktie derzeit einiges für eine anhaltende technische Korrektur. Besonders auffällig: In diesem Jahr scheiterte der DAX-Wert zum dritten Mal in Folge am nachhaltigen Überwinden der Marke von 90 Euro. In diesem Kursbereich hat sich damit eine hartnäckige Widerstandszone herauskristallisiert. Diese Hürde dürfte erst einmal nicht “geknackt” werden. Widersprüchliche Signale liefern derzeit die beiden Durchschnittslinien der vergangenen 100 bzw. 200 Tage.

Während der mittelfristige Trendindikator Anfang Oktober nach oben gedreht hat, gab es bei der langfristigen Variante mit dem Trendwechsel nach unten eher ein Ausstiegssignal zu vermelden. Auch der Timingindikator Relative-Stärke-Index spricht eher für eine Fortsetzung Korrektur, als für einen Einstieg. Eine überverkaufte Lage würde bei Werten unter 30 Prozent (aktuell: 54 Prozent) angezeigt werden. Ein konkretes RSI-Kaufsignal entstünde aber erst, wenn die 30-Prozent-Marke möglichst dynamisch überwunden wird. Den Blick nach unten gerichtet, verläuft ein massiver Boden im Bereich von 83 Euro bzw. unterhalb von 80 Euro. Für den Anlageerfolg des nachfolgend aufgeführten Capped-Reverse-Bonus-Zertifikats ist es aber viel wichtiger, dass der Autowert bis Mitte kommenden Jahres nicht zu einer rasanten Bergfahrt ansetzt. Ein Anstieg in Richtung 105 Euro, wo die Barriere des Zertifikats angesiedelt ist, kann derzeit als relativ unwahrscheinlich eingestuft werden.

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