TUI-Aktie: Großaktionär stockt weiter auf – So wird das Papier zum Überflieger

Sicherheit am Urlaubsort steht bei der Urlaubsplanung für die Deutschen an erster Stelle. Wegen der Gefahr von Anschlägen sind Länder wie die Türkei, Tunesien oder Ägypten in der Gunst gesunken. Davon profitiert Spanien, aber auch Kroatien und Griechenland. Der Reiseveranstalter TUI hat sich darauf eingestellt. Alleine auf den Kanaren hat TUI sein Angebot um 20 Prozent angehoben. 40 Prozent mehr Hotelbetten bietet TUI seinen Gästen auf den griechischen Inseln an.

Obwohl das Geschäft mit den schönsten Wochen des Jahres nicht einfach war, schaffte TUI im abgelaufenen Jahr (endete zum 30. September) ein mehr als zufriedenstellendes Ergebnis. Durch das schwache britische Pfund sank der Umsatz zwar um zwei Prozent auf 17,2 Milliarden Euro. Trotzdem schaffte TUI einen operativen Gewinn von einer glatten Milliarde Euro. Ein Zuwachs von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die rückläufigen Buchungen im Türkei-Geschäft konnten mit der sehr guten Geschäftsentwicklung im Hotelgeschäft und vor allem mit einem wachstumsstarken Kreuzfahrtgeschäft überkompensiert werden.

Dabei baut der Reisekonzern auf seine Wertschöpfungskette. Rund die Hälfte des Umsatzes erzielt TUI mit der eigene Hotelkette RIU, der Fluglinie TUIfly sowie den Kreuzfahrtschiffen. Die Schiffe verzeichneten einen Gewinnanstieg von 60 Prozent auf 130 Millionen Euro. Unter TUI Cruises laufen derzeit fünf Schiffe. Bald kommt “Mein Schiff 6” dazu und bis 2019 werden zwei weitere neue Kreuzfahrtschiffe in See stechen. Auch die Linien Hapag-Lloyd mit den Luxusschiffen MS Europa und die britische Flotte Thomson Cruise werden in den kommenden Jahren um einige Schiffe erweitert. Die Kreuzfahrtsparte ist das Wachstumssegment im Konzern.

So rechnet das Management für die kommenden drei Jahre mit einem Gewinnwachstum von jährlich zehn Prozent. Die Anleger werden mit üppigen Dividenden am Erfolg beteiligt. Für 2015/16 will TUI eine Dividende von 0,63 Euro ausschütten. Beim aktuellen Aktienkurs ergibt sich eine Rendite von 4,8 Prozent.

Die will sich auch Alexej Mordschow nicht entgehen lassen. Der russische Milliardär und größter Aktionär bei TUI stockt seinen Anteil weiter auf. Alleine in den letzten Dezember-Wochen orderte er 1,8 Millionen TUI-Aktien. Sein Aktienpaket kommt jetzt auf 21,18 Prozent. Sein erklärtes Ziel sind 25 Prozent. So viel besaß Mordschow bevor der TUI-Konzern Ende 2014 die Mehrheitsbeteiligung TUI Travel komplett übernahm und die Aktionäre mit neu ausgegebenen TUI-Aktien bezahlte.

Die TUI-Aktie hat Aufholpotenzial. Der Kurs notiert noch knapp 17 Prozent unter seinem Vorjahresniveau. Es ist davon auszugehen, dass sowohl Dividendenanleger als auch Alexej Mordschow bis zur Hauptversammlung am 14. Februar für eine rege Nachfrage sorgen. Den möglichen Kursschub hebeln risikobereite Anleger mit einem klassischen Call.

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