Neues Jahr beginnt für europäische Börsen mit Gewinnen – RWE-Aktie und E.On steigen

Allerdings war der Handel sehr dünn und wenige Orders reichten aus, um größere Kursbewegungen zu erzielen, wie ein Händler sagte. In Tokio, Zürich, London und New York blieben die Handelsräume am Montag geschlossen. Dort wurde der Feiertag 1. Januar, der dieses Jahr auf einen Sonntag fiel, nachgeholt.

Unterstützung erhielten die europäischen Börsen vom schwächeren Euro. Er verbilligte sich um etwa einen halben US-Cent auf 1,0479 Dollar. Firmen aus Europa profitieren von einem schwächeren Euro, weil ihre Waren im Welthandel günstiger werden. Experten rechnen damit, dass die Gemeinschaftswährung mittelfristig noch stärker abwertet, weil Anleger auf höhere Zinsen in den USA spekulieren. Die dortige Notenbank hatte im Dezember die Leitzinsen auf 0,5 bis 0,75 Prozent angehoben und weitere Erhöhungen in Aussicht gestellt.

Die Kursgewinne an den Börsen halfen Anlegern auch, den schwarzen Jahresauftakt 2016 zu vergessen. “Der Schock gleich am ersten Handelstag steckte vielen noch in den Knochen”, sagte ein Händler. Damals war der Dax wegen eines Crashs an den Börsen in China um 4,3 Prozent eingebrochen. Innerhalb weniger Tage wurden der gesamte Gewinn von rund zehn Prozent aus 2015 zunichtegemacht. Es war der schwärzeste Jahresauftakt in der Geschichte des Leitindex. Auf Jahressicht machte der Dax aber Boden gut und gewann dank einer Kursrally zu Jahresende knapp sieben Prozent.

DIALOG SEMICONDUCTOR UNTER GRÖSSTEN VERLIERERN IM TECDAX

Bei den Einzelwerten ragten am Montag RWE mit einem Plus von 3,2 Prozent heraus. Der Energieversorger betonte, die von der Bundesregierung geforderte Zahlung von 6,8 Milliarden Euro in den staatlichen Fonds zur Finanzierung der Atom-Endlagerung auf einen Schlag leisten zu können. Die Titel des Rivalen E.ON legten im Windschatten von RWE um 1,9 Prozent zu. Die von RWE abgespaltene Ökostromsparte Innogy gewann 1,5 Prozent.

Auf der Verliererseite standen im TecDax Dialog Semiconductor mit einem Minus von zeitweise 2,5 Prozent. Dem Zulieferer von Apple setzten Spekulationen auf eine geringere Produktion des iPhones zu.

VERUNSICHERUNG AN TÜRKISCHER BÖRSE NACH ANSCHLAG

In Italien legten Banco BPM am ersten Handelstag als fusioniertes Institut um 6,3 Prozent zu und waren damit Spitzenreiter im Leitindex der Mailänder Börse. BPM entstand aus der Fusion der Banco Popolare und der Banca Popolare di Milano (BPM).

Verunsicherung herrschte an der türkischen Börse nach dem Terroranschlag auf einen Nachtclub in Istanbul mit mindestens 39 Toten. Der Auswahlindex gab 0,5 Prozent auf 77.780 Punkte nach. Die Lira verlor an Wert, ein Dollar kostete mit 3,54 Lira ein halbes Prozent mehr.

rtr

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