Dax dümpelt dahin – Deutsche-Bank-Aktie und Commerzbank am Dax-Ende

Trump will sich am Mittwoch auf seiner ersten Pressekonferenz seit seiner Wahl zum US-Präsidenten den Fragen der Journalisten stellen. “Der Markt hat hohe Erwartungen an Trumps Wirtschaftspolitik”, sagte ein Händler. Viele warteten ab, was der 70-Jährige tatsächlich plant. Trump hat Steuersenkungen und Infrastrukturmaßnahmen versprochen, Details bisher aber nicht genannt. Seit der Wahl des Milliardärs haben die Märkte schon kräftig zugelegt.

Belastet wurde die Stimmung zudem vom Anstieg des Euro auf zeitweise mehr als 1,06 Dollar. Durch den höheren Wechselkurs verteuern sich die Exporte der europäischen Unternehmen auf dem Weltmarkt. Einige Händler zweifelten, dass die US-Zinsen tatsächlich so rasch steigen wie von vielen Anlegern erwartet.

FINANZWERTE WIEDER AUF TALFAHRT

Diese Zweifel belasteten auch Bankaktien, die in den vergangenen Wochen von den Spekulationen auf höhere Zinsen profitiert hatten. Am Dienstag verloren die Finanzwerte europaweit im Schnitt knapp ein Prozent. Besonders unter Druck gerieten die Aktien der Commerzbank mit einem Abschlag von rund drei Prozent. Die Analysten der UBS stuften die Titel auf “sell” von “neutral” herunter und dies auch damit begründet, dass es noch Jahre dauern werde, ehe die höheren Zinsen in der Bilanz der Bank sichtbar würden. Auch die Aktien der Deutschen Bank verloren rund drei Prozent. Händler verwiesen auf einen Zeitungsbericht über eine spätere Veröffentlichung der neuen Strategie. “Das hat einige Anleger enttäuscht”, sagte ein Händler.

Unterstützung bekam der Dax von Siemens : Das Schwergewicht stieg um 1,4 Prozent. Die Analysten von UBS empfahlen die Aktien zum Kauf.

Ein kritischer Kommentar der Analysten von Barclays machte dagegen den Aktien von Lufthansa und Air France-KLM zu schaffen. Die Experten vermuten, dass die höheren Kerosinkosten den europäischen Gesellschaften 2017 belasten dürfte. Die Papiere der niederländisch-französischen Gesellschaft verloren 3,6 Prozent, Lufthansa, die am Vortag schon 5,8 Prozent eingebüßt hatten, gaben 0,7 Prozent nach.

Im MDax rutschten Metro um rund zwei Prozent ab. Der Handelsriese hatte mit einem stagnierenden Weihnachtsgeschäft die Anleger enttäuscht.

rtr

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