Daimler-Aktie vor den Zahlen: Startschuss für die Aufholjagd?

Daimler ist am Rivalen BMW wieder vorbei gezogen. Erstmals seit 2005 errangen die Stuttgarter mit ihrer Premiummarke Mercedes-Benz wieder die Marktführerschaft und verkauften in der Oberklasse mehr Fahrzeuge als die Münchner. Insgesamt konnte Daimler 2016 seinen Absatz um mehr als elf Prozent steigern. Im wichtigen chinesischen Markt verkaufte Daimler rund ein Viertel mehr als 2015. Das Tempo will Daimler mit neuen Produkten und Dienstleistungen beibehalten.

Die gesamte Automobil-Branche steht vor großen Herausforderungen. Umweltverträglichkeit, Digitalisierung und Antriebstechniken sind die Problemstellungen. Bei Daimler wünscht man sich eine große Portion Pioniergeist wie den von Gottfried Daimler und Carl Benz Anfang des 20. Jahrhunderts. Damit der Auferstehen kann steckte Daimler viel Geld in die Forschung und Entwicklung. 2017 sollen wie schon im Jahr zuvor rund sieben Milliarden Euro in Anlagen und mindestens die gleiche Summe in die Entwicklung investiert werden. Auch die US-Produktion soll mit 1,3 Milliarden Euro erweitert werden. Etwaige Strafzölle haben die Stuttgarter nicht zu befürchten. Daimler produziert in den USA annähernd soviel PKWs wie sie vor Ort verkaufen.

Auch beim Sorgenkind Daimler Trucks, das Nutzfahrzeuggeschäft und die zweitgrößte Sparte im Konzern, geht es voran. Die Absatzkrise ist eingedämmt. 2016 musste Daimler die Prognose der Sparte revidieren und setzte mit einem harten Sparprogramm dagegen. Zuletzt profitierte die Truck-Sparte bereits von einer guten Nachfrage in Europa. Der Absatz legte bis November 2016 um knapp zwölf Prozent zu. Dank der angekündigten Infrastrukturinvestitionen in den USA sollte der Absatz 2017 auch in den Staaten wieder anziehen.

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