Uniper-Discount-Zertifikat: Bereit für den Sprung in den MDAX

Bei der Börseneinführung am 12. September lag der erste Kurs der Uniper-Aktie mit gut zehn Euro unter den Erwartungen des Eon-Managements. Viele Fonds, die nur DAX-Aktien halten dürfen, haben die ihnen zugeteilten Papiere in den ersten Handelstagen abgestoßen.

Doch nach rund einer Woche begann eine Erholungsrally, in deren Verlauf die Aktie Anfang November sogar an der Marke von 13 Euro kratzte. Untermauert wurde der Kursaufschwung durch Aktienkäufe des Managements: Vorstände und Aufsichtsräte des Energieunternehmens haben zu Kursen zwischen 10,15 und 10,70 Euro insgesamt 51 000 Aktien erworben. Auch Kaufempfehlungen von Analysten trugen zu dem Anstieg bei. Société Générale etwa hat das Kursziel von 11,70 auf 13,40 Euro angehoben. Die schnell gestiegenen Energiepreise fänden sich noch nicht in den Konsensschätzungen für die Versorger wieder, so die Experten.

Allerdings dürften die Bäume auch nicht in den Himmel wachsen: Das durchschnittliche Kursziel aller Analysten, die bislang eine Einschätzung zu Uniper abgegeben haben, liegt mit 12,55 Euro nur etwa einen Euro über der aktuellen Notiz. Kurzfristig spricht der bevorstehende Aufstieg in den MDAX für den Titel. Am 5. Dezember steht der Index für mittelgroße Werte auf dem Prüfstand. Änderungen werden per 19. Dezember umgesetzt.

Auf Basis der neuesten Daten belegt die Uniper-Aktie beim Kriterium Börsenwert Platz 24, bei den Handelsumsätzen sogar Position 14. Zum Aufstieg per Fast-Exit-Regel reicht es damit locker – mit der Folge, dass MDAX-orientierte Fonds den Titel in ihre Portfolios aufnehmen müssen.

Besser mit Puffer agieren

Nach dem Kursanstieg von knapp zehn Euro auf in der Spitze knapp 13 Euro hat die Uniper-Aktie die Hälfte ihrer Kursgewinne wieder abgegeben. Mit einem Discountzertifikat der Commerzbank können es Anleger ein wenig ruhiger angehen lassen. Mit dem Papier ist im September 2017 ein Ertrag von 11,0 Prozent drin, wenn die Aktie dann mindestens bei 11,00 Euro steht. Gegenüber dem aktuellen Niveau dürften die Uniper-Anteilscheine also sogar noch ein kleines Stück fallen, ohne die maximale Rendite zu gefährden.

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