Siemens-Aktie: So sind bis Juni 65 Prozent Gewinn drin

Reformen und Visionen sind wichtig, um im harten internationalen Wettbewerb auf der Gewinnerseite zu stehen. Ein gutes Beispiel lieferte die vor wenigen Wochen präsentierte Bilanz von Siemens. Immer deutlicher zeigen sich die positiven Folgen der unter Konzern-Chef Joe Kaeser im Frühjahr 2014 vorgestellten Strategie “Vision 2020”. Bei der Rendite geht es wieder aufwärts, dank erheblicher Umbaumaßnahmen lag die operative Marge des Industriegeschäfts im vierten Quartal mit 10,8 Prozent im oberen Bereich der Zielrange von zehn bis elf Prozent. Die Trendwende ist geschafft, in den kommenden Jahren ist mit weiteren, positiven Zusatzeffekten zu rechnen.

Auf den Trump-Effekt setzen

Auch für das begonnene Geschäftsjahr 2016/17 bleibt der Blick aufwärts gerichtet, die Auftragseingänge sollen über den Umsätzen liegen. Der komfortable Auftragsbestand von 113 Mrd. Euro gibt Planungssicherheit für die Zukunft. Auf der anderen Seite ist Siemens trotz seiner breiten globalen Präsenz auch anfällig für wirtschaftliche Schwächephasen. Hier ruhen mit Blick auf 2017 die Hoffnungen vor allem auf den USA. Der designierte US-Präsident Donald Trump will mit einem Billionenschweren Konjunkturprogramm für eine kräftige Belebung der US-Wirtschaft sorgen. Im kommenden Jahr dürfte das Wachstum der Weltwirtschaft an Dynamik gewinnen, die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat zuletzt ihre Prognose für 2017 von 3,2 auf 3,3 Prozent nach oben genommen, nach 2,9 Prozent für 2016.

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