Inditex-Aktie: Die richtigen Klamotte für jedes Wetter

Hennes & Mauritz, Hugo Boss oder Esprit, eine ganze Reihe von Modeaktien beenden das Jahr mit einem dicken Minus. Gegen diesen Trend stellen sich die Anteilscheine von Inditex. Die Aktie des spanischen Modekonzerns beendet das Jahr mit einem kleinen Plus. Kein Wunder: Bei den Spaniern brummt das Geschäft. In den ersten neun Monaten legte der Umsatz um elf Prozent auf 16,4 Milliarden Euro zu. Der Reingewinn stieg bis Oktober um neun Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Auch der Auftakt in die Wintersaison mit dem Weihnachtsgeschäft kann sich sehen lassen. Glaubt man den Unternehmensangaben, legte der Umsatz in den ersten sechs Wochen des vierten Quartals zweistellig zu.

Das Erfolgsgeheimnis der Spanier ist die “vertikale Integration”. Vom Design über die Produktion bis ins Ladenregal dauert es im Schnitt zwei Wochen. Zwei Mal pro Woche treffen neue Artikel in den Filialen ein und locken neue Kundschaft in die verschiedenen Markenläden wie beispielsweise Zara, Pull & Bear, Massimo Dutti oder Bershka. Dahinter steht eine ausgefeilte Logistik sowie der Umstand, dass Inditex vieles hierzulande fertigen lässt. Eine Warenbestellung innerhalb Europas vom Lager bis zum Geschäft schafft der Modekonzern in 24 Stunden.

Und das Muster funktioniert überall. Deshalb sind die Spanier auf ihrem Expansionskurs nicht aufzuhalten. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres wurden 227 neue Läden in 50 Märkten eröffnet, darunter ganz neue Länder wie beispielsweise ein Laden in Neuseeland. Ein weiterer Wachstumstreiber ist der Online-Handel. Neben der Integration in den stationären Handel, können die Kunden in Spanien mittlerweile per Handy bezahlen. Inditex nutzt jede technologischen Innovation, wenn dann das Geschäft noch schneller und profitabler wird. Die Aufwendungen dafür kann Inditex praktisch aus der Portokasse zahlen. Alleine im Oktober lag der Netto-Cashflow bei 5,6 Mrd. Euro.

Die Erfolgsgeschichte der Spanier zeigt sich auch am Börsenkurs. In den vergangenen fünf Jahren hat sich der Wert der Aktie verdreifacht. Im Herbst erreichte der Kurs bei über 33 Euro fast das Allzeithoch aus dem Jahr 2015. Die Mehrheit der Analysten trauen der Aktie aufgrund der Wachstumsaussichten weiteres Potenzial zu. Die Kursziele reichen bis 37 Euro. Mutige Anleger hebeln mögliche Kurszuwächse. Der klassische Call läuft bis September 2017. Erreicht die Aktie bis Mitte des Jahres das Kursziel der Analysten, steigt der Wert des Calls um 66 Prozent.

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