EUR/USD – Heiße Zwei-Wochen-Gelegenheit

Im Vorfeld der Fed-Sitzung lassen sich mit dem EUR/USD heiße Spekulationen stricken. Unsere im November kräftig abgestrafte Gemeinschaftswährung hatte ja um 1,052 USD und damit exakt am langfristigen Basis-Aufwärtstrend gedreht. Bei der Suche nach einem passenden Inliner lassen wie oben dagegen Schwellen ab 1,092 USD zu, wo mehr als die Hälfte der Abwärtswelle wieder gut gemacht wären.

Was haben die Emittenten bei Laufzeiten von maximal sechs Wochen zu bieten. X-Markets beispielsweise ein gutes Dutzend mit Gewinnchancen von mindestens 100 Prozent, die allesamt bis zum 6. Januar laufen. Der Favorit DL9AL5 davon weist Schwellen bei 1,05 und 1,13 USD auf und ein Potenzial von etwa gut 250 Prozent. Die Commerzbank wiederum hat bei einer Laufzeit bis lediglich 21. Dezember acht Inliner zu bieten, die unter 6,00 Euro zu haben sind, wobei die Wertpapierkennnummer CE55FF am interessantesten ist: plus 125 Prozent, wenn die Range 1,04/1,11 USD intakt bleibt.

Bei der SocGen ist die Laufzeit noch einmal um 20 Prozent kürzer, die Restlaufzeit liegt also bei zwölf statt 15 Börsentagen. Die Auswahlfülle ist wirklich erstaunlich! Unter Berücksichtigung der maßgeblichen Schwellen sind 16 Scheine für weniger als 5,50 Euro zu haben. Wir spekulieren mit dem EUR/USD-Inliner SE88H4. Der wird von aktuell 3,55 Euro aus um 167 Prozent auf 10 Euro klettern, wenn der Euro bis zum 16. Dezember zwischen 1,045 und 1,10 USD bleibt.

Als die untere Schwelle letzte Woche noch 0,7 Cent entfernt lag, hatte der Inliner so um 2,20 Euro gekostet. Zwischenzeitliche Zeitwertgewinne berücksichtigt bietet sich ein erster Stop loss bei 2,35 Euro an, der zudem um 10 Cent börsentäglich erhöht werden kann. Ein knapper Verdoppler auf 7,00 Euro sollte zu Gewinnmitnahmen genutzt werden zumal zu beachten ist, dass der Schein letztmals am 14. Dezember, also am Tag des Fed-Entscheids gehandelt wird.

Stefan Mayriedl schreibt seit 1997 über die Finanzmärkte und gehört zum festen Autorenstamm von BÖRSE ONLINE. Der diplomierte Volkswirt hat sich auf Charttechnik und Derivate spezialisiert. Seit 2010 ist er zudem Chefredakteur des Börsenbriefs smartanlegen.

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