DAX: Die Gefahr ist nicht vorbei

Die Seitwärtsbewegung des DAX ist noch nicht vorbei, auch wenn sich die Marktteilnehmer langsam auf der Südseite voran arbeiten. Der erste Ausflug der Kurse nach unten seit mehr als zwei Wochen führte kurz unter den Monatsdurchschnitt (blaue Kurve) sowie unter die bisherige Stabilisierungszone um 10.580/10.600. Auch wenn es gleich darauf wieder zu einer Erholung in den “neutralen Bereich” zwischen 10.600 und 10.800 kam, bleibt doch ein leicht bitterer Nachgeschmack.

Deutlich negativer wird die Prognose aber erst, wenn die Kurse auch unter 10.450/10.500 fallen, dort befindet sich die Mitte der seit August anhaltenden Langzeit-Tradingrange des Index. Dann sind weiter fallende Notierungen bis 10.200 sehr wahrscheinlich. Vorerst aber bleibt der Index trotz des kurzen Ausreißers vom Wochenanfang auch weiterhin überwiegend trendlos, mit einer leichten Schwächenote.

Anleger die auf steigende Kurse setzen wollen, sollten sich entweder bis zu einem Ausbruch deutlich über 10.800 gedulden, oder aber Rückschläge in Richtung der 200-Tage-Linie (violett) und horizontalen Kaufzone im Tageschart an der 10.200er-Marke abwarten. Wer dagegen auf fallende Notierungen wetten möchte, muss sich bewusst sein, dass diese Spekulation gegen den übergeordneten Trend (grün) im Tageschart gerichtet ist – und damit überdurchschnittlich risikoreich. Dennoch kann ein Einbruch unter 10.450 ein gutes Signal für eine weitere Etappe nach unten sein.

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