Brent Öl unter 60 Dollar: Mit diesem Schein sprudeln die Gewinne

Zyklenforscher Wilfried Kölz erwartet beim Ölpreis zwei Tiefs im Januar und März. Liegen diese über dem November-Tief, erwartet der regelmäßig sehr gut liegende Experte, dass die Notierungen 2017 in der Spitze Richtung 80 Dollar nach oben laufen können. Zunächst aber sollte der Deckel bei Brent im Bereich des 52-Wochen-Hochs von knapp 58 Dollar drauf sein. Wir nutzen das für eine Capped-Put-Position aus.

Die am ehesten auslaufenden Papiere enden Ende April. Bei diesen 67 Stück bedienen wir uns, wobei der Brent-Oil-Capped-Put PB9UTP besonders interessant ist: von aktuell 1,95 Euro aus wird dieser auf einen Gegenwert von 3,00 US-Dollar steigen, sofern der Basiswert am 25. April bei maximal 59,00 Dollar notiert. Das wäre, Devisen-Einflüsse außen vor gelassen, ein Gewinn von etwa 48 Prozent.

Bezogen auf den aktuell gültigen Brent-Oil-Future-Kontrakt wurde der Cap letztmals im Oktober 2015 von oben gesehen. Ins Minus würde man bei dem Investment erst rutschen, wenn Brent am Bewertungstag mehr als 60,02 Dollar wert ist. Beim markanten Zwischenhoch von vorletzter Woche hatte das Derivat im 1,70er-Bereich nach oben gedreht. Noch einmal ein Stück darunter bei 1,55 Euro wird der Stop loss platziert, wodurch das Verlustrisiko auf 20 Prozent beschränkt wird. Gewinnmitnahmen bieten sich bei einem 40-Prozent-Anstieg an – was idealer Weise bereits beim avisierten Januar- spätestens aber beim März-Tief von Brent möglich sein sollte.

Stefan Mayriedl schreibt seit 1997 über die Finanzmärkte und gehört zum festen Autorenstamm von BÖRSE ONLINE. Der diplomierte Volkswirt hat sich auf Charttechnik und Derivate spezialisiert. Seit 2010 ist er zudem Chefredakteur des Börsenbriefs smartanlegen.

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