Anleger warten nach Rally auf frische Impulse – Deutsche-Bank-Aktie gefragt

Nach der zehnprozentigen Rally seit Anfang des Monats bewegt sich der Dax auf dem höchsten Niveau seit 16 Monaten. Der Index sei dieses Jahr früh dran gewesen und habe bereits eine schöne Jahresendrally gezeigt, sagte Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar. Der Markt befinde sich unverändert in einem Aufwärtstrend, sei aber derzeit tendenziell eher an dessen oberen Ende angekommen.

Für den MDAX, der die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert, ging es am Dienstag um 0,13 Prozent auf 21 861,04 Zähler nach unten, während der Technologiewerte-Index TecDAX 0,21 Prozent auf 1786,86 Punkte gewann. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) stieg ähnlich moderat.

DEUTSCHE BANK IM BLICK – WARTEN AUF EINIGUNG MIT US-BEHÖRDEN

Die Anteilsscheine der Deutschen Bank bleiben in diesen Tagen einen Blick wert. Laut einem Medienbericht vom Vortag könnte sich der Finanzkonzern noch vor Weihnachten auf einen Vergleich mit den US-Behörden im Streit wegen umstrittener Hypothekengeschäfte aus der Zeit vor Finanzkrise einigen. Nach dem Kursrückschlag vom Wochenstart gewannen die Papiere am Dienstag mehr als 2 Prozent.

Für die Papiere des Medienunternehmens Axel Springer (Axel Springer SE) ging es um 1,77 Prozent nach oben, nachdem die Analysten der britischen Bank HSBC sich optimistisch geäußert hatten. An die Spitze des MDax schafften es aber die Aktien von WACKER CHEMIE mit plus 2,74 Prozent nach einer deutlichen Kurszielerhöhung durch das Investmenthaus Mainfirst.

Die Südzucker-Tochter CropEnergies überzeugte die Anleger mit einem optimistischeren Geschäftsausblick. CropEnergies-Anteile legten um fast 6 Prozent zu.

BMW NACH ABSTUFUNG UNTER DRUCK

Die Aktien des Autobauers BMW waren nach einer Abstufung auf “Equal-weight” durch die US-Bank Morgan Stanley mit einem Minus von knapp 1 Prozent unter den schwächsten Dax-Werten. Die Analysten wurden nach dem zuletzt guten Lauf der Papiere vorsichtiger.

Noch deutlicher unter Druck gerieten die Fraport-Papiere. Sie knickten um mehr als 2 Prozent ein, nachdem sich Mainfirst verhaltener geäußert hatte. Die wichtigsten Kurstreiber für die Aktien des Flughafenbetreibers seien eingepreist, hieß es in einer Studie./mis/fbr

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