ThyssenKrupp-Aktie an Dax-Spitze – Absahnen bis zur 20er-Marke

Mit dem Infineon-Capped-Call haben wir gestern den einzigen im Dezember auslaufenden Schein heraus gefiltert, der noch für eine Spekulation interessant ist. Ganz anders sieht die Situation aus, wenn man einen großen Verfallstag weiter Richtung März 2017 blickt.

Unter den gut 3000 verfügbaren Papieren weisen knapp 1200 eine prozentual zweistellige p.a.-Seitwärtsrendite auf. Davon wiederum hat knapp die Hälfte einen Puffer von mindestens fünf Prozent zum jeweiligen Cap. Möchte man einen Mindestgewinn von 30 Prozent, bleiben immerhin noch etwa zwei Dutzend in der Auswahl. Wir entscheiden uns für einen Capped-Call auf ThyssenKrupp. Bei der Aktie hat zuletzt in der Korrektur die 40-Wochen-Linie (vergleichbar dem 200-Tage-Durchschnitt) Stand gehalten.

Im besten Fall sind mit dem Schein Gewinne von 42 Prozent drin. Dazu muss die Stahl-Aktie am 15. März 2017 bei mindestens 20,00 Euro notieren. Angesichts einer Basis bei 18,00 Euro endet man bei der Spekulation im Minus, wenn ThyssenKrupp am Bewertungstag bei weniger als 19,41 Euro notiert. Genau dort lag das am US-Wahltag erreichte Drei-Monats-Tief. Die 40-Wochen-Linie sichert aktuell aber bereits bei 19,83 Euro ab.

Das Derivat selbst weist ein Drei-Monats-Tief im 1,10-Euro-Bereich auf. Platziert man leicht darunter einen Stop loss, beträgt das anfängliche Verlustrisiko lediglich 26 Prozent. Diesen Wert kann man mit einem um wöchentlich zwei Cent angehobenen Stopp weiter sukzessive verringern.

Stefan Mayriedl schreibt seit 1997 über die Finanzmärkte und gehört zum festen Autorenstamm von BÖRSE ONLINE. Der diplomierte Volkswirt hat sich auf Charttechnik und Derivate spezialisiert. Seit 2010 ist er zudem Chefredakteur des Börsenbriefs smartanlegen.

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