Morphosys-Aktie: So sind bis März 50 Prozent drin

Bei Biotechfirmen liegen Erfolg und Flopp ganz dicht beieinander. Das Risiko eines Megarückschlags ist bei dem Münchner Biotech-Forscher Morphosys dank zahlreicher Kooperationen und dutzender klinischer Projekte geringer. Gleichwohl hatten die Anleger zuletzt wenig Freude an der Aktie. Das lag vor allem daran, dass Entwicklungen in späten Phasen der klinischen Testphasen die erhofften Meilensteine nicht erreichen konnten.

Doch nun könnte der Durchbruch gelungen sein. Erst vor kurzem gab das Biotechunternehmen bekannt, dass das in Kooperation mit Janssen entwickelte Medikament Guselkumab zur Anwendung gegen Schuppenflechte positive Daten in der Phase III Studie erzielte. In der Stufe werden Wirkstoffe an Patienten getestet. Gusekumab zeigte eine bessere Wirkung gegenüber dem herkömmlichen Mittel. Jetzt kann der Zulassungsantrag bei der US-Gesundheitsbehörde FDA gestellt werden.

Das Marktvolumen für das Medikament wird ohne erweiterte Indikationen auf 800 Millionen Euro im Jahr geschätzt. Die Münchner würden fünf Prozent der Erlöse als Lizenzgebühren erhalten. Mit dem Erfolgen wird das Geschäftsmodell von Morphosys auf einen solideren Boden gestellt, weil sich der Cash-Flow dank der Lizenzeinnahmen verstetigt. Zudem werden die Investoren der umfangreichen Pipeline wieder einen höheren Wert zusprechen.

Auf Seite 2: Emphehlung der Redaktion

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