Henkel-Aktie: Die 90-Prozent-Strategie bis Mitte 2017

Manchmal ist auch an der Börse “gut nicht gut genug”. Henkel präsentierte mit den Q3-Zahlen in der vergangenen Woche beim Umsatz, der bereinigten Ebit-Marge und dem bereinigten Ergebnis je Aktie Werte auf Rekordniveau. Vor allem das starke organische Wachstum hätte auf dem Parkett eigentlich Beifall auslösen sollen. Gewinnmitnahmen prägten aber das Bild, erst kürzlich markierte der Kurs eine frische Bestmarke.

Operativ sieht es für die Düsseldorfer weiterhin sauber aus. Klassiker wie Persil und der milliardenschwere Zukauf des US-Waschmittelkonzerns Sun waren zuletzt wichtige Säulen des Erfolgs. Henkel ist auf dem weltweit wichtigsten Markt in den USA nun in allen Preisgruppen präsent. Weitere Übernahmen bleiben eine Option, die Finanzkraft lässt ausreichend Spielraum. Auch die Gesamtjahresprognose wurde bestätigt: Der Umsatz soll um zwei bis vier Prozent zulegen, die Marge nach 16,2 Prozent in 2015 auf über 16,5 Prozent steigen.

Profis werden mutiger

Stramm aufwärts zeigt aber nicht nur die Geschäftsentwicklung, auch die Analysten revidierten in den vergangenen Monaten ihre Konsensschätzungen kontinuierlich nach oben. Deutlich wird dies in den maßgeblichen 2017er-Prognosen: Im Mai wurden 5,44 Euro Gewinn je Aktie erwartet, aktuell sind es 5,79 Euro. Knapp 20 Mrd. Euro bringen die Düsseldorfer derzeit auf die Börsenwaage, was zu einem KGV von ungefähr 19 führt. Auf den ersten Blick sind die Papiere vergleichsweise teuer. Für Henkel ist dies aber nicht ungewöhnlich, der langfristige KGV-Durchschnitt liegt bei etwa 18.

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