Heidelberg Cement-Aktie: Keine Angst vor Donald Trump

Auf den ersten Blick lieferte HeidelbergCement durchwachsene Zahlen zum dritten Quartal. Auf den zweiten Blick ist klar: Es war hauptsächlich der Zukauf des italienischen Zementherstellers Italcementi, der kurzfristig das Ergebnis belastete. Der Gewinn ging um knapp ein Drittel auf 339 Millionen Euro zurück. Darin sind schon Sonderaufwendungen in Höhe von 63 Millionen Euro für die Übernahme enthalten. Beim Umsatz und beim operativen Gewinn dagegen wirkt sich der Zukauf bereits positiv aus. Das Ebitda stieg im dritten Quartal um 17 Millionen auf eine Milliarde Euro. Der Umsatz legte um ein Viertel auf 4,5 Milliarden Euro.

Mit der Übernahme von Italcementi stieg HeidelbergCement zur Nummer zwei in der Baustoffbranche auf. Erfreulich ist, dass die Heidelberger bei der Integration der Italiener schneller vorankommen als gedacht. Ein Beweis dafür sind die Margen von Italcementi, deren Niveau sich fast mit Schallgeschwindigkeit an das Niveau im übrigen Konzern annähert. Die angepeilten 400 Millionen Euro Synergien werden die Heidelberger wohl übertreffen. Zudem startet das Unternehmen weitere Spar- und Effizienzprogramme. Beispielsweise im Bereich Transportbeton. Dort sind schnell höhere Margen möglich, alleine durch eine Verbesserung der Logistik.

Auch der Ausgang der Wahl in den USA kann sich für HeidelbergCement zum Guten wenden. Wenn sich die Lage erst einmal beruhigt hat und der nächste Präsident Donald Trump zu seinem Wort steht, wird es in den USA umfassende Infrastrukturmaßnahmen geben. Beste Aussichten für die Baubranche und deren Zulieferer. Die Heidelberger erzielten in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres rund ein Fünftel ihres Umsatzes in den USA.

Die fundamentalen Aussichten hievten den Aktienkurs auf ein Sieben-Jahres-Hoch bei 90 Euro. Damit nähert sich der Kurs dem Allzeithoch aus dem Jahr 2007 das bei 120 Euro liegt.

Klassische Calls sind derzeit günstig gepreist. Mit dem vorgestellten Call ist eine Verdopplung des Einsatzes möglich, sollte die HeidelbergCement-Aktie bis Mitte des kommenden Jahres ihr Allzeithoch erneut erreichen.

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