Erst mal den Sprung über die 10.800-Punkte-Marke abwarten

Unverändert hängt der DAX auch zum Auftakt der neuen Handelswoche unterhalb der 10.800er-Marke fest. Die Chancen auf einen nachhaltigen Durchbruch über diese Hürde liegen derzeit erst leicht über 50 Prozent, könnten aber in den kommenden Tagen noch steigen. Ein kurzer Ausflug darüber könnte bereits am Montag erfolgen, wäre aber noch kein Kaufsignal.

Erst wenn der Index deutlicher und/oder über dieser Schwelle gehandelt wird sowie idealerweise sogar einen Tagesschlusskurs dort zeigt, hellt sich die weitere Prognose auf. Bis dahin sollten vorsichtige Anleger sich jedoch gedulden. Anschließend wäre weiteres Potenzial bis rund 11.250/11.500 verfügbar, dort befindet sich der obere Rand des Aufwärtstrendkanals im Tageschart (grüne Markierungen).

Vorerst besteht jedoch auch weiterhin das Risiko eines erneuten Abprallens an der 10.800 mit darauf folgenden Gewinnmitnahmen. Einmal war dieser Effekt in der Vorwoche schon zu beobachten, damals stoppten zum Glück Käufe am Monatsdurchschnitt um 10.580/90 (blaue Kurve) einen fortgesetzten Ausverkauf. Auch diesmal könnte es hier wieder zu Kaufinteresse kommen – ebenso an der bei rund 10.500 verlaufenden Mittellinie (grau) der seit August bestehenden Tradingrange.

Erst wenn der Markt klar unter die 10.500er-Marke und damit zurück in die untere Hälfte der Handelsspanne von etwa 10.200 bis 10.800 fällt, trübt sich die Prognose wieder ein. Die ausbleibende Nachfrage wäre ein Schwächesignal, unter 10.450 wären daher wieder Spekulationen auf fallende Kurse gewinnträchtiger. Für dieses Szenario existieren allerdings vorerst kaum Anzeichen, so dass Anleger sich bis auf weiteres eher auf die Oberseite konzentrieren können.

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