Deutsche Post-Aktie: Turbo-Gewinne mit den Weihnachtspaketen

Haben Sie schon alle Weihnachtsgeschenke zusammen? Mit dem “Black Friday” und “Cyber Monday” läuft die Hochphase im wichtigen Weihnachtsgeschäft. Für viele Einzelhändler wird sich nun zeigen, wie das Gesamtjahr verlaufen wird. Handelsriesen wie Amazon und Macy’s erzielen rund 30 bis 40 Prozent ihrer Umsätze im Schlussquartal. Auch in Deutschland brummt das Geschäft mit online gekauften Weihnachtsgeschenken. Im Schnitt wollen die Bundesbürger in diesem Jahr für Überraschungen 280 Euro ausgeben, jeder Zweite bestellt mindestens ein Geschenk im Internet. Einer der Hauptprofiteure ist die Deutsche Post.

Schätzungen zufolge wird der Logistiker vor dem Fest rund acht Millionen Pakete am Tag ausliefern und damit doppelt so viele wie sonst im Jahr. Rund 10.000 zusätzliche Zusteller sollen dafür sorgen, dass alle Geschenke pünktlich zum Fest unter dem Baum liegen. Konzern-Chef Frank Appel rechnet im Online-Handel mit einem Wachstum von fünf bis sieben Prozent in den nächsten fünf bis zehn Jahren. Kein Wunder, dass auch die Expansion weiter ausgebaut wird. Die Post knüpft ein immer engeres Zustellnetz in Europa, in 21 Ländern sollen bald Pakete zugestellt werden.

Läuft es wie erwartet, könnte das Weihnachtsgeschäft den Bonnern frische Rekorde bescheren. Unterstützung kommt von der Währungsseite. Rund 40 Prozent der Erlöse generiert der Logistiker außerhalb der Eurozone, entsprechend positiv dürfte sich die Dollar-Stärke in der Bilanz niederschlagen. Auch die seit fast 30 Jahren kräftigste Porto-Erhöhung in Deutschland beim Massenprodukt Standardbrief lässt die Kasse der Rheinländer klingeln. Die Ziele für das Gesamtjahr liegen auf dem Tisch: Nach 2,41 Mrd. Euro im Vorjahr soll das operative Ergebnis auf 3,4 bis 3,7 Mrd. Euro zulegen.

Starke Gewinnquote

Doch nicht nur operativ ist der Blick aufwärts gerichtet, auch das Kursbild untermauert die guten Aussichten. 21- und 200-Tage-Linie zeigen Richtung Norden, der kurz- bis langfristige Trend ist somit aufwärts gerichtet. Erst vor wenigen Tagen markierte die Aktie ihr Jahreshoch, die relative Stärke bleibt hoch. Abgeleitet aus historischen Schwankungen um den Monatsmittelwert reicht kurzfristig das Potenzial bereits bis an den nächsten Widerstand bei rund 31,20 Euro, hier liegt auch die Rekordmarke. Darüber wäre der Weg endgültig frei. Auf der Unterseite verlaufen Nachkaufzonen bei 29 und 27 Euro. Überzeugend fällt zudem die Statistik aus. Zwischen Thanksgiving und Weihnachten legte die Aktie in den vergangenen zehn Jahren achtmal zu. Nur 2010 und 2015 kam es zu Verlusten. Im Durchschnitt kletterte der Kurs um rund vier Prozent.

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