Dax: Wenn die 10.800er-Marke nicht bald fällt, wird’s bitter

Nach wie vor wird der DAX mit starkem Verkaufsdruck konfrontiert, sobald er sich der 10.800er-Marke nähert. Die Chancen auf einen nachhaltigen Durchbruch über diese Hürde liegen zwar knapp über 50 Prozent, doch bislang bleibt diese Entwicklung reine Theorie. Die positive Vorhersage stützt sich vor allem auf den übergeordneten Trend, der im Tageschart ebenfalls nach Norden weist (grüne Markierungen). Auf lange Sicht bietet dieser Kurskorridor dem Markt sogar Luft bis 11.250/11.500, dort verläuft seine Obergrenze.

Doch erst wenn der Index deutlich über der 10.800 ebenfalls noch gekauft wird, idealerweise sogar einen Tagesschlusskurs dort zeigt, hellt sich die weitere Prognose auf. Bis dahin sollten vorsichtige Anleger jedoch abwarten. Denn solange es nicht soweit ist, besteht auch weiterhin das Risiko eines erneuten Abprallens an der 10.800 mit darauf folgenden Gewinnmitnahmen – so wie es Ende Oktober schon einmal geschehen ist. Bis an den Monatsdurchschnitt um 10.610 (blaue Kurve) reicht das Potenzial nach Süden im ersten Schritt. Die nächste, etwas stabilere Zone mit Kaufinteresse ist sogar erst bei rund 10.500 zu erkennen: Dort verläuft die Mittellinie (grau) der seit August bestehenden Tradingrange.

Nur falls der DAX unter die 10.500er-Marke und damit zurück in die untere Hälfte der Handelsspanne von etwa 10.200 bis 10.800 fällt, wird es gefährlich. Die fehlende Nachfrage wäre ein Schwächesignal, unter 10.450 müssen Anleger daher wieder verstärkt auf fallende Kurse wetten. Bis es soweit kommt, bleibt aber unverändert die Nordseite die interessantere Variante für eine Spekulation.

Auf Seite 2: Empfehlung der Redaktion


boerse-online.de