Dax: Wenn Bodenbildung, dann kurz

Der Markt ist nach einer auffällig steilen Abwärtsbewegung wieder einmal im Areal 10.265/10.345 angekommen. Dort stabilisierte sich der Deutsche Aktienindex seit Anfang September bereits mehrfach, mit der kleinen Ausnahme vom 30.9., der damalige Durchbruch unter diese Kaufzone dauerte jedoch nur weniger als zwei Stunden. Auch diesmal könnte es zumindest zu einer vorläufigen Bodenbildung kommen, denn die aktuelle Situation erinnert an den Kursverlauf in der zweiten Septemberwoche: Damals brach der DAX ebenfalls vom oberen Rand der aktuellen Tradingrange um 10.800 bis an die nun erreichte Unterstützung ein. Die dort mögliche Stabilisierung ist aber zunächst vermutlich nur temporär.

Aktuell sind noch keine Anzeichen im Kursverlauf des Index erkennbar, die für eine Reduktion des Abgabedrucks sprechen. Solange der Markt regelmäßig weiter nahe an seinem Tagestiefstkurs schließt, bleibt die Schwäche bestehen. Und bereits jetzt zeigt der weiter fallende, engere Prognose-Korridor (dunkelgraue Fläche) Potenzial bis unter die 10.200er-Marke. Er umfasst 90 Prozent aller Kursbewegungen. Der erweiterte Korridor (hellgrau), der sogar 99 Prozent des Kursspielraums aus vergangenen Schwankungen errechnet, ist bereits an der 10.100er-Marke angekommen. Dieses Areal stellt auch aus einer längerfristigen Perspektive eine potenzielle Unterstützung dar. Dort treffen mehrere Zwischentiefs und der 200-Tage-Durchschnitt aufeinander. Dadurch ist zwischen der nun erreichten Haltezone und der 10.100er-Marke – eher in Richtung der letztgenannten Zielzone – mit einer Atempause des Abwärtstrends zu rechnen.

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