DAX: Schnäppchenjäger in Lauerstellung

Am gestrigen Handelsverlauf gibt es nichts zu beschönigen: Negativer hätte die Tagesentwicklung nicht ausfallen können. Die freundliche Eröffnung wurde bis zum Mittag verkauft. Als auch an der 21-Tage-Linie (blau) nicht genügend Käufer einstiegen, beschleunigte sich der Abverkauf. Zum Handelsschluss erreichte der Markt den unteren Rand des im Fünf-Minuten-Chart eingezeichneten Abwärtskanals bei gut 10.500.

Vorbörslich steht der DAX mit 10.450 erneut tiefer. Wie bereits in der Analyse am Montag vermutet, liefert das Kursverhalten nach den beiden Shooting Stars, die im August und Oktober ausgebildet wurden, eine perfekte Blaupause. Ausgehend vom jeweiligen Hoch der Kerze korrigierte der Index jeweils um rund 3,2 Prozent (rote Balken). Sollte der DAX ähnliche Verluste erleiden, liegt die Zielmarke bei 10.480. Mit der heutigen Eröffnung wäre das Potenzial somit ausgeschöpft. Auch charttechnisch ist die Zone um 10.450 relevant. Nachdem es hier in den vergangenen Monaten mehrfach zu einer Wende kam, dürften Schnäppchenjäger erneut aktiv werden.

Kurzfristig ist eine Stabilisierung möglich, zu große Hoffnungen sollten sich die Optimisten aber nicht machen. Erholungen zurück an den Monatsmittelwert (10.620) und damit in den Dunstkreis der ehemaligen Unterstützung bei 10.650 dürften zum Verkauf genutzt werden. Vor allem wenn Investoren angesichts der US-Wahl und der negativen Charttechnik bei den amerikanischen Indizes kalte Füße bekommen, wird eine Erholung ausbleiben.

Bleibt die Stimmung hingegen schlecht und fällt der DAX im Handelsverlauf unter 10.450, rücken die September-Umkehrpunkte bei 10.265 bis 10.350 in Reichweite. Am unteren Rand der seit Monaten bestehenden Trading-Range kam es bereits mehrfach zu einer Erholung. Für eine vorläufige Bodenbildung in dem Bereich spricht auch der von uns aus vergangenen Schwankungen berechnete Prognose-Korridor (graue Fläche im Stundenchart), dessen untere Begrenzung ebenfalls bei rund 10.265 bis 10.345 verläuft.

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