DAX: Endlich kommt Bewegung in den Markt

Die bereits zwei Wochen andauernde, extrem enge Handelsspanne zwischen rund 10.600 und 10.800 Punkten scheint sich dem Ende entgegen zu neigen. Der DAX durchbrach zum Wochenauftakt die untere Seite dieser Range. Anleger sollten aus dem bisherigen, eher minimalistischen Kursverhalten zwar noch keine voreiligen Schlüsse ziehen, allerdings passt die Schwäche vom Montag ins Gesamtbild: Bereits in den vergangenen Handelstagen kletterte der Markt nicht mehr bis an das obere Ende der Seitwärtsbewegung, Käufe stoppten bereits knapp über der 10.700er-Marke.

Anleger sollten sich jedoch bewusst machen, dass die jüngste Kursbewegung sich noch im Zufallsbereich abspielen kann. Der generelle Trend der Vormonate bleibt auch unter der 10.600er-Marke noch seitwärts gerichtet – gut erkennbar im 1-Stunden-Chart, der etwas weiter zurück reicht als der fein aufgelöste 5-Minuten-Chart. Auf der Stunden-Zeitebene wird auch die nächste Zielzone auf der Unterseite deutlich, die in der Mitte der seit August bestehenden Tradingrange bei rund 10.450/10.500 liegt (grau punktiert). Erst darunter beginnen sich die Aussichten mit höherer Geschwindigkeit wieder einzutrüben.

Aus der Vogelperspektive des Tagescharts zeigt der Trend sogar noch weiter nach oben: Ein steigender 200-Tage-Durchschnitt (violett) und immer höhere Zwischentiefs und Zwischenhochs (blaue Kreise) belegen dies. Wer daher nach dem jüngsten Schwächeanfall auf kurzfristig weiter fallende Kurse setzen will, operiert gegen den Mainstream und sollte dem entsprechend mit kleinem Risiko arbeiten.

Um von der kurzen Strecke bis zur 10.500er-Marke zu profitieren, sind höhere Hebel dennoch hilfreich. Passende Bear-Papiere für Short-Positionen haben wir wie immer am Ende der Analyse aufgelistet. Der investierte Betrag sollte aber überschaubar bleiben. Vorsichtige Anleger halten sich lieber weiterhin vom Markt fern und warten kleinere Rückschläge ab, um später günstig in Richtung des Haupttrends auf der Long-Seite einsteigen zu können.

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