DAX: Die Statistik ist eindeutig

Zum Wochenauftakt zeigte der DAX wie erwartet keine frische Dynamik. Das in den vergangenen Tagen beschriebene Bild bleibt vorerst, wie es ist: Langfristig ist der Trend noch aufwärts gerichtet, auf Sicht von einigen Tagen bis wenigen Wochen liegt hingegen ein Seitwärtsmarkt vor. Nach unten zeigt der Stundenchart die seit August ausgebildeten Umkehrzonen bei 10.265 bis 10.350 als gute Unterstützungen. Sollte der DAX auch hier nicht gekauft werden, bleibt als Rettungsanker die 200-Tage-Linie (violett), die zusammen mit der horizontalen Marke bei 10.100 eine letzte, wichtige Bastion der Käufer darstellt. Wesentlich einfacher ist der Blick auf die Oberseite. Ab 10.650 wird es für den DAX schwierig, spätestens im Bereich um 10.800/10.830 scheint derzeit kein Anleger mehr bereit, in den Markt einzusteigen.

Da die Kursschwankungen zuletzt weiter gesunken sind, müssen Trader den hochaufgelösten Fünf-Minuten-Chart verwenden, um relevante Marken für den heutigen Handelstag zu finden. Orientierung liefert der seit einer Woche bestehende Abwärtskanal, der den Kursen aktuell Luft bis 10.700 lässt. Sollte der Index im Handelsverlauf hingegen unter die 21-Tage-Linie (blau) bei 10.620 rutschen, wäre dies ein weiteres Schwächesignal. Als mögliches (Zwischen-)Ziel ist dann die untere Begrenzung des Kanals bei rund 10.530 zu sehen.

Mit dem 1. November beginnt zugleich die beste Börsenphase. Für Statistikfreunde ist die Lage klar: In den vergangenen 20 Jahren legte der DAX im November mit einer Wahrscheinlichkeit von 85 Prozent zu, die Durchschnittsperformance liegt bei rund drei Prozent.

Gerade in jüngerer Vergangenheit ist das Phänomen der Jahresendrally stärker in Erscheinung getreten. So legte der DAX zwischen 1974 bis 1994 (rote Balken) nur in gut 60 Prozent der Fälle im vorletzten Monat zu, die Performance lag bei lediglich 0,6 Prozent. Ob es auch in diesem Jahr zu einem versöhnlichen Abschluss kommen wird, dürfte aber vor allem vom Ergebnis der US-Wahl abhängen.

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