Daimler-Aktien: Bonus mit Stern


Daimler darf sich aber auch aus anderen Gründen Hoffnung machen, dass man im Zuge der jüngsten politischen Entwicklung in den USA nicht “unter die Räder gerät”. Donald Trump hat zwar vor der Wahl extrem protektionistische Töne anklingen lassen und vor allem gegen China und Mexiko “gewettert”, bereits unmittelbar nach seinem Sieg gab er sich aber um einiges “zahmer” und “zivilisierter”. Autobauer wie beispielsweise Daimler, die Produktionsstätten in den USA betreiben, könnten möglicherweise von seinen ebenfalls in Aussicht gestellten Maßnahmen profitieren. Massive Steuersenkungen könnten nämlich den US-Konsum und damit auch die Autokonjunktur weiter beschleunigen. In den vergangenen Monaten hat deren Dynamik spürbar nachgelassen. Losgelöst vom US-Markt kann man Daimler ohnehin eine ausgesprochen gesunde Grundverfassung attestieren.

Überraschend starke Absatzzahlen meldete Daimler für den ebenfalls sehr wichtigen chinesischen Automarkt, wo man im Oktober höhere Zuwachsraten erzielt hat als die Konkurrenz. Im abgelaufenen Monat gelang den Schwaben mit 42.200 verkauften Fahrzeugen ein Plus von 27,6 Prozent. Weltweit verkaufte man 184.606 Autos der Marken Mercedes-Benz und Smart und erzielte damit ein Plus von 11,4 Prozent p.a. Selbst in Europa liefen die Geschäfte im Oktober ausgesprochen rund, was sich am Absatzplus von 9,6 Prozent für die Marke Mercedes-Benz sehr gut ablesen lässt. In Deutschland und in den USA musste man hingegen ein Minus von rund einem Prozent hinnehmen. Seit dem Jahreswechsel kann Daimler mit dem Anstieg seiner weltweiten Verkäufe um 12,2 Prozent auf 1,8 Millionen aber durchaus zufrieden sein.

Analysten haben derzeit an der Daimler-Aktie wenig zu “mäkeln”. Unter den insgesamt 26 erfassten Ratings vergibt lediglich ein Analyst (BNP Paribas) dem DAX-Wert ein negatives Urteil (“Underperform”). Neun Aktienexperten stufen den Autotitel als haltenswert ein, während eine Mehrheit von 16 Analysten sogar eine Kaufempfehlung ausspricht. Die ausgesprochenen Kursziele reichen von 57 Euro (BNP Paribas) bis 95 Euro (Commerzbank) und zeigen im Durchschnitt einen Mittelwert von 73,13 Euro an. Aktuell notiert die Daimler-Aktie bei fast 65 Euro.

Aus charttechnischer Sicht rutschte die Daimler-Aktie seit dem Jahreswechsel in der Spitze um 33 Prozent ab und markierte Anfang Juli mit 52 Euro den tiefsten Stand seit Mitte 2013. Mit aktuellen Kursen um 65 Euro hat sich das Marktsentiment aber wieder spürbar aufgehellt. Bereits im September generierte die Aktie mit dem Überwinden der 200-Tage-Linie ein starkes charttechnisches Kaufsignal. Nachfolgend beendete die langfristige Durchschnittslinie zudem ihre seit 12 Monaten zu beobachtende Abwärtstendenz und drehte nach oben, was Chartisten als Indiz für einen Trendwechsel interpretieren. Massive charttechnische Hürden warten auf den Autotitel nun allerdings im Bereich von 65 bis 70 Dollar. Für das nachfolgend aufgeführte Capped-Bonus-Zertifikat ist ein erfolgreiches Überwinden dieser Widerstände jedoch nicht zwingend erforderlich. Viel wichtiger ist die bei 48 Euro angesiedelte Barriere. Um die maximale Renditechance zu realisieren, darf sie in den kommenden 13 Monaten auf keinen Fall verletzt werden.

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