Commerzbank-Aktie: So schlagen Anleger dem Negativ-Trend ein Schnippchen

Um etwa 2 Euro hat die Commerzbank-Aktie vom Oktober-Tief zum November-Hoch zugelegt. Seit letzter Woche läuft die unvermeidliche Korrektur. Heute könnte es den achten Tagesverlust in Folge geben. Da sich mittel- und kurzfristig eindeutige charttechnische Marken ausmachen lassen, wird mit deren Hilfe eine Inliner-Spekulation getätigt.

Der erste Blick geht zu den Scheinen der SocGen. Unter den 23 Stück, die spätestens im März auslaufen interessieren uns jene vier mit mindestens 100 Prozent Potenzial, deren untere Schwelle bei maximal 5,90 und deren obere Schwelle bei mindestens 7,50 Euro angesiedelt ist. Der Favorit SE8BKP kommt auf 322 Prozent Potenzial, sofern die Range 5,70 / 7,80 Euro bis zum 17. März intakt bleibt.

Was haben die anderen Emittenten zu bieten? Die Commerzbank selbst den Inliner CE4P3E: plus 242 Prozent bei Schwellen von 5,50 und 7,50 Euro und genau einem Monat kürzerer Laufzeit. Wir entscheiden uns aber für den HVB-Schein HU7Q54 als Trading-Tipp. Bei denselben Schwellen aber noch einmal um knapp einem Monat kürzerer Laufzeit gibt es ein Gewinnpotenzial von 158 Prozent.

Wo würde die Reißleine gezogen? Auf der Unterseite ist das recht einfach zu definieren: Um 6,02/6,08 Euro befindet sich ein wichtiges Unterstützungsbündel aus einem flachen, Anfang November startenden Aufwärtstrend, der 100-Tage-Linie und dem 61,8-Prozent-Fibonacci-Retracement der September-November-Aufwärtswelle. Nach oben dagegen nehmen wir Stand jetzt einzig und allein die 61,8-Prozent-Fibonacci-Marke der aktuellen Korrekturwelle als Orientierung, welche aktuell bei 7,07 Euro liegt. Das entspricht dem Tageshoch vom Dienstag und der Inliner war damals um die 2 Euro wert. Ein Stop loss bei 1,90 Euro begrenzt die Risiken auf etwa 50 Prozent, während Gewinnmitnahmen bei einem guten Verdoppler auf 8 Euro angepeilt werden.

Stefan Mayriedl schreibt seit 1997 über die Finanzmärkte und gehört zum festen Autorenstamm von BÖRSE ONLINE. Der diplomierte Volkswirt hat sich auf Charttechnik und Derivate spezialisiert. Seit 2010 ist er zudem Chefredakteur des Börsenbriefs smartanlegen.

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