Brent-Oil: Super Wette vor der Opec-Sitzung

Zurück auf dem durchschnittlichen Preisniveau der ersten November-Hälfte ist Brent Oil angekommen. Die Unsicherheiten am Markt sind vor der OPEC-Sitzung am Mittwoch aber enorm. Das kommt auch bei der Preisgestaltung von Inlinern zum Ausdruck, die aktuell über erstaunliche Renditen verfügen. Spekulanten sollten sich dies zunutze machen.

Besonders interessant sind die Scheine der SocGen. Von den 674 verfügbaren Brent-Oil-Inlinern laufen 265 spätestens im Februar aus und fast 60 davon weisen Gewinnmöglichkeiten von mindestens 150 Prozent auf, so dass man deutlich mehr verdienen als verlieren kann. Bei den Schwellen orientieren wir uns natürlich an der Charttechnik.

Unten sollte noch ein gewisser Puffer zum Doppel-Tief 43,39/43,57 Dollar von August/September bleiben, so dass Schwellen bis maximal 42,50 Dollar zugelassen werden. 14 Inliner werden damit aussortiert und 28 weitere, wenn die obere Schwelle bei mindestens 53 Dollar und damit gut einen Dollar über dem moderaten, durch lokale Hochs vom Oktober definierten Abwärtstrend liegen soll. Von den verbleibenden 17 Scheinen küren wir die Wertpapierkennnummer SE88L1 zu unserem heutigen Trading-Tipp.

Die Scheine sind für 1,19 Euro (!) zu haben und werden auf 10 Euro steigen, wenn Brent-Oil bis zum 10. Februar in der Range 42,50 bis 55,00 US-Dollar bleibt. Nach der jüngsten Korrektur ist die untere Schwelle wieder deutlich näher. Die wurde aber seit Anfang April nicht mehr verletzt. Wegen der hohen Gewinnchancen kann man die Position zunächst klein genug halten und mit dem Motto agieren: Einsatz gleich Risiko. Sollte sich der Markt in den Tagen nach der Opec-Sitzung beruhigen, oder erst gar nicht mehr richtig turbulent werden, kann im weiteren Verlauf mit Stop loss agiert werden. Fürs Erste wird ein Ziel bei 6,00 Euro formuliert, ein Verfünffacher also.

Stefan Mayriedl schreibt seit 1997 über die Finanzmärkte und gehört zum festen Autorenstamm von BÖRSE ONLINE. Der diplomierte Volkswirt hat sich auf Charttechnik und Derivate spezialisiert. Seit 2010 ist er zudem Chefredakteur des Börsenbriefs smartanlegen.

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