Beiersdorf-Aktie an der DAX-Spitze: Wie Anleger jetzt schön mitverdienen können

Schon zwölf Monate lang zerren Bullen und Bären heftig an der Beiersdorf-Aktie, ohne dass es zu einer nachhaltigen Richtungsentscheidung kommt. Die Range zwischen Allzeithoch 89,54 Euro (26. November 2015) und 13-Monats-Tief 75,00 Euro (24. Juni 2016) ist entsprechend gering. Da muten die heutigen Kursgewinne von sechs Prozent stattlich an, der Wert gibt ein so eindeutiges wie seltenes Gastspiel an der DAX-Spitze. Was haben Inliner auf den Wert aktuell zu bieten?

Bei der Wahl der Schwellen achten wir auf zwei Trendlinien, die sich in dem Seitwärtsmarkt doch etabliert haben. Der knapp einjährige Abwärtstrend lässt aktuell Kurse bis knapp 85 Euro zu, der gut 14-monatige Aufwärtstrend eine Korrektur nahe an das gestrige Tief 78,29 Euro. Da die obere Barriere deutlich näher ist orientieren wir uns noch etwas höher am 2016er-Hoch 85,81 Euro. Zudem soll noch jeweils gut ein Euro Puffer zusätzlich gewährt werden, so dass Schwellen von höchstens 77 und mindestens 87 Euro erlaubt werden.

Will man zudem einen Mindestgewinn von 50 Prozent bei einer Laufzeit bis maximal März, bleiben bei der SocGen sechs Scheine zur Auswahl, von denen der Beiersdorf-Inliner SE7PH3 unser Favorit wäre: plus 318 Prozent, wenn Beiersdorf bis zum 17. März in der Range 76,00 bis 92,00 Euro bleibt. Beim HVB-Schein HU6RKJ gäbe es bei Schwellen von 75,00 und 90,00 Euro bis zum 15. März ein Potenzial von 303 Prozent. Bei der Commerzbank wiederum käme am ehesten der Schein CE3EXD in Frage. Der weist zwar nur ein Potenzial von 69 Prozent auf, bei Schwellen von 75,00 und 90,00 Euro. Das Ganze aber bei einer Laufzeit bis lediglich 20. Januar, also gut halb so lang wie die beiden anderen Scheine.

Wir entscheiden uns dann aber doch für die SocGen-Variante. Der Stopp kann unter das gestrige Tief des Scheins platziert werden. Im Geld wurden noch 1,19 Euro für den Inliner geboten, als die Beiersdorf-Aktie noch 2,29 Euro von der unteren Schwelle entfernt lag. Der Stop loss bei 1,15 Euro sorgt zunächst für ein Verlustrisiko von 52 Prozent bei dem Papier. Ein Verdoppler kann zu Gewinnmitnahmen genutzt werden.

Stefan Mayriedl schreibt seit 1997 über die Finanzmärkte und gehört zum festen Autorenstamm von BÖRSE ONLINE. Der diplomierte Volkswirt hat sich auf Charttechnik und Derivate spezialisiert. Seit 2010 ist er zudem Chefredakteur des Börsenbriefs smartanlegen.

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