Apple-Aktie: Black Friday beim iPhone-Hersteller

Am 25. November ist es wieder soweit. Traditionell ist der Freitag nach Thanksgiving, Black Friday genannt, in den USA eine Art Shopping-Feiertag. Er läutet offiziell das Weihnachtsgeschäft ein. Noch vor einigen Jahren bildeten sich an diesem Tag lange Schlangen vor den Warenhäusern. Heute hat sich der Auftakt für das Weihnachtsgeschäft ins Netz verlagert. Der Onlinehandel lockt die Käufer mit stark verbilligten Waren zur Schnäppchenjagd.

Mittlerweile funktioniert das auch hierzulande. Apple selbst brachte den Black Friday nach Deutschland. 2006 bot das Kultunternehmen aus Cupertino erstmals Sonder-Rabatte auch im deutschen Apple Online Store an. Die Resonanz war überwältigend. Kein Wunder, dass immer mehr Online-Händler Apples Beispiel folgten.

2014 stellte Apple den Black Friday mit den Superrabatten in den eigenen Stores ein. Ganz verzichten müssen Apple-Kunden dennoch nicht. Lizenzierte Händler bieten am Black Friday Schnäppchenangebote. Ob das auch für die jüngsten Produkte, dem neuen Notebook McBook Pro und dem iphone 7 gilt, wird sich zeigen. Große Würfe waren sie, zumindest für den Aktienkurs bisher nicht. Auf Sicht der vergangenen zwölf Monate liegt die Apple-Aktie rund fünf Prozent im Minus.

Der Technologie-Konzern ist extrem abhängig von guten Verkaufszahlen beim iPhone. Mehr als die Hälfte des Umsatzes erzielt Apple mit dem Smartphone. Wie hoch der Anteil am Gesamtgewinn ist gibt der Konzern nicht bekannt. Analysten gehen davon aus, dass der Anteil am Nettogewinn zwischen 80 bis 90 Prozent beträgt. Deshalb reagiert die Börse empfindlich auf Verkaufszahlen. Weil die Vorgaben aus dem Vorjahr nicht sehr hoch sind, liegt die Latte nicht sehr hoch. Ein weiterer Einbruch eher unwahrscheinlich.

Der Aktienkurs von Apple wird auch durch die immense Liquidität gestützt. Das Unternehmen hat schlicht 215,7 Milliarden Dollar auf den Bankkonten liegen. Leider ist ein Großteil der Summe nicht in den USA. Weil die Auslandsgewinne mit dem vollen Steuersatz versteuert werden müssten, blieben sie bisher bei Auslandstöchtern und waren nicht unmittelbar für Aktienrückkäufe oder Dividenden zu verwenden. Nun will der neu gewählte Präsident Donald Trump die Steuern deutlich senken, möglicherweise kommt auch ein Angebot für die günstige Repatriierung der Auslandsvermögen. Dann könnte Apple einen großen Teil seiner Aktien zurückkaufen.

Verbesserungen im Weihnachtsgeschäft und die Phantasie umfangreicher Aktienrückkäufe sollten die Aktie zumindest auf dem aktuellen Niveau halten. Der Discount-Call auf den US-Titel erzielt dann bis 17. März eine maximale Rendite von 26 Prozent.

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