Palladium: Verlockender Einstiegszeitpunkt

Gut 100 Dollar gegenüber dem Jahreshoch hat der Palladium-Preis abgegeben, scheint sich jetzt aber zu stabilisieren. Im Langfrist-Chart sind bei dem Edelmetall zwei Haupttrends zu beobachten, mit deren Hilfe eine schöne Inliner-Spekulation möglich wird.

Der Schein kostet aktuell 5,42 Euro und wird um 84,5 Prozent auf 10,00 Euro klettern, sofern Palladium bis zum 10. März 2017 zwischen 580,00 und 760,00 Dollar bleibt. Die obere Schwelle wurde seit Juni 2015 nicht mehr touchiert und würde erst wieder zum Thema, wenn der Preis vom aktuellen 640er-Niveau aus über das Zwei-Monats-Hoch 725,25 Dollar klettert und dann auch einen Abwärtstrend überwindet, der durch das Allzeithoch und das 2016er-Hoch definiert wird und aktuell um 731 Dollar verläuft.

Etwas kritischer sieht es auf der Unterseite aus, wobei hier nach einem Unterschreiten des Drei-Monats-Tiefs 629,50 Dollar die robuste Kombination aus mittelfristigen Aufwärtstrend und steigender 200-Tage-Linie um 593/597 Dollar stabilisierend wirken dürfte. Daraus ergibt sich ein Puffer von aktuell 13 Dollar, der mit dem Aufwärtstrend zusammen tendenziell steigt.

Den Inliner gibt es seit gut drei Monaten am Markt und in dieser Zeit war am 11. August eine Schwelle am nächsten, und zwar die obere bis auf 13,65 Dollar. Der Schein war damals bis 2,54 Euro gefallen. Es ist schwierig, die Zeitwertgewinne seither zu taxieren. Ungefähr passen sollte zunächst aber ein Stop loss bei 3,00 Euro, der wöchentlich um 5 Cent nachgezogen werden kann.

Stefan Mayriedl schreibt seit 1997 über die Finanzmärkte und gehört zum festen Autorenstamm von BÖRSE ONLINE. Der diplomierte Volkswirt hat sich auf Charttechnik und Derivate spezialisiert. Seit 2010 ist er zudem Chefredakteur des Börsenbriefs smartanlegen.

www.smartanlegen.de

Weitere Links:

  • Gold und Silber: Auf diese vier Edelmetall-Aktien setzt die Deutsche Bank
  • Edelmetall-Studie: Gold und Silber pfui, Platin und Palladium hui
  • Palladium Realtimekurs

boerse-online.de