LEG Immobilien: Mit der Gewinner-Aktie abkassieren

Die lange Phase niedriger Zinsen macht es für Investoren immer schwieriger, rentable und sichere Anlageziele zu finden. Eine Branche, die davon in mehrfacher Weise profitiert, sind Immobilienunternehmen. Für sie waren die Zeiten nie besser. Seit geraumer Zeit kosten Kredite immer weniger. Die geringe Zinslast schlägt direkt auf die Gewinne der Unternehmen durch. Weil Alternativen fehlen, fließt zudem viel Geld in den Immobiliensektor. Das treibt die Preise für Häuser und Wohnungen in die Höhe. Nicht zuletzt gilt “Betongeld” als vermeintlich sichere Geldanlage in turbulenten Zeiten. Das gilt auch für die Anteile der börsennotierten Immobilienkonzerne.

Das drittgrößte Wohnimmobilienunternehmen Deutschlands hat sich auf Liegenschaften in Nordrhein-Westfahlen spezialisiert. 2015 war das Jahr der Expansion für LEG Immobilien. Rund 18.000 neue Wohneinheiten haben die Düsseldorfer erworben. Aktuell liegt der Bestand bei 130 000 Wohnungen. Erst im Mai hatte das Management seine Gewinnprognose nach oben korrigiert. Jetzt legten die Nordrhein-Westfalen bei der Bekanntgabe der Zahlen zum ersten Halbjahr noch einmal eine Schippe drauf. Beim Funds from Operations (FFO), der zentralen Ergebniszahl in der Immobilienbranche, will LEG Immobilien jetzt drei Millionen Euro mehr erreichen. Der Zielkorridor reicht nun von 257 bis 262 Millionen Euro. Hintergrund der erneuten Anhebung ist, dass der Konzern schneller als erwartet bei der Integration der Zukäufe vorankommt. Zuletzt sank die Leerstandsquote auf unter drei Prozent. Aber auch die steigenden Mieten in Kombination mit sinkenden Finanzierungskosten spielen LEG Immobilien in die Hände. Eine Entwicklung, deren Ende noch lange nicht absehbar ist. Im kommenden Jahr soll der FFO auf bis zu 290 Millionen Euro ansteigen.

Seit Jahresanfang legte die LEG Immobilien-Aktie um rund 16 Prozent zu. Mit den guten Halbjahreszahlen gipfelte der Aktienkurs im Allzeithoch bei 91 Euro. Zusammen mit dem Markt korrigierte die Notiz bis auf 85 Euro. Dort hat sich eine Unterstützung gebildet von der aus der Aktienkurs jetzt durchstarten könnte. Für die Analysten der Société Génerale liegt LEG Immobilien im Branchenvergleich vorn. Das Unternehmen habe eines der effizientesten Geschäftsmodelle, der Verschuldungsgrad läge unter dem Branchendurchschnitt. Die Experten hoben ihr Kursziel auf 106 Euro an. Weil das Unternehmen auch als ein Übernahmekandidat gilt, sind noch höhere Kurse vorstellbar.

Spekulative Anleger positionieren sich mit dem Knock-out-Call.

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