Infineon-Aktie: In drei Wochen bis zu 88 Prozent Gewinn

Was ist eigentlich noch mit Inlinern zu holen, die bereits im November auslaufen? Allein die SocGen hat 636 solcher Papiere in der Auswahl und immerhin 79 davon bieten noch Gewinnchancen von mindestens 50 Prozent. Fordert man einen Abstand von jeweils mindestens fünf Prozent zu den Schwellen, verbleiben noch acht Stück in der Auswahl. Darunter würde uns der Infineon-Inliner SE7PLF am besten gefallen.

Der steigt um 88 Prozent, wenn der DAX-Wert bis zum 18. November in der Range 15,00 bis 17,50 Euro bleibt. Oft findet man bei anderen Emittenten noch bessere Konditionen, dieses Mal allerdings nicht bei der Commerzbank (z.B. CE45UA mit nur 77 Prozent Potenzial trotz um 30 Cent tieferer oberer Schwelle). Und auch der HVB-Schein HU6FE3 kann mich nicht überzeugen. Es gibt zwar mit 93 Prozent etwas mehr zu verdienen und die untere Schwelle ist zudem um einen ganzen Euro niedriger angesiedelt. Da es in der aktuellen Situation aber eher auf die obere ankommt, ist diese mit 17,00 Euro deutlich zu nahe. Die runde Marke dient eher als Orientierung für den möglichen Stop loss.

Wir entscheiden uns also für den Schein SE7PLF als heutigen Trading-Tipp. Oben muss man aufpassen, falls Infineon über das 14-Jahres-Hoch 16,47 Euro vom 27. Oktober steigt, wobei wir aber wie gesagt noch Avancen bis zur 17er-Marke zulassen würden. Unten wiederum achten wir auf die steigenden Gleitenden Durchschnitte der letzten 38 und 55 Börsentage, die aktuell um 15,41/15,52 Euro verlaufen.

In den letzten beiden Wochen war eine der beiden Schwellen nie näher gekommen als am 17. Oktober mit 74 Cent. Damals kostete der Inliner im Tief 2,47 Euro. Eingedenk zwischenzeitlicher Zeitwertgewinne kann man direkt darunter den Stoppkurs setzen und diesen an jedem der verbleibenden 15 Handelstage um 15 Cent anheben. Der Chance-Risiko-Mix von zunächst 1,63 zu 1 wird dann sukzessive besser.

Stefan Mayriedl schreibt seit 1997 über die Finanzmärkte und gehört zum festen Autorenstamm von BÖRSE ONLINE. Der diplomierte Volkswirt hat sich auf Charttechnik und Derivate spezialisiert. Seit 2010 ist er zudem Chefredakteur des Börsenbriefs smartanlegen.

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