Hugo Boss-Aktie: Das Schlimmste überstanden – Zeit für Bonusrendite


Aufgrund der anstehenden Quartalszahlen hat das Unternehmen seit dem 10. Oktober (Quiet Periode) nicht mehr mit Investoren kommuniziert. Nun darf man gespannt sein, ob das Management mittlerweile Licht am Ende des Tunnels sieht. Auf die Anfang August präsentierten Halbjahreszahlen reagierte die Börsianer kurzzeitig negativ, schöpften danach aber wieder Hoffnung. Weil der Luxuskonzern LVMH positiv überraschte, kletterte die Aktie von Hugo Boss im Oktober in der Spitze auf fast 55 Euro. Nun heißt es: Nachlegen!

Im kommenden Monat hat das Unternehmen die Chance, sich vor Investoren positiv in Szene zu setzen. Voraussetzung hierfür sind natürlich ordentliche Neunmonatszahlen inklusive zuversichtlichem Ausblick. Ab Mitte November startet Hugo Boss zudem eine Roadshow und wird sich vor Analysten und Investoren in London, Dublin, Frankfurt und Zürich präsentieren. Im Dezember folgen dann noch sieben weitere Termine. Mit Montreal, Toronto und New York gastieren die Schwaben dann auch jenseits des Atlantiks.

Einige Analysten sind der Aktie von Hugo Boss derzeit weniger wohlgesonnen. So haben zum Beispiel die Experten von Goldman Sachs und UBS ihre Verkaufsempfehlung für die MDAX-Aktie im Oktober bestätigt und ihr Kursziel bei 45 Euro belassen (Goldman Sachs) bzw. von 48 auf 46 Euro (UBS) gesenkt. Es gibt aber auch optimistischere Kollegen – und die waren im Oktober sogar in der Überzahl. Dazu gehören: BNP Paribas, Commerzbank und Berenberg Bank. Interessant dabei: Sowohl die französische BNP Paribas als auch die Commerzbank haben ihre neutrale Haltung revidiert und die Aktie von Hugo Boss auf ” Outperform ” bzw. “Buy” hochgestuft. Während die Franzosen ihr Kursziel von 50 auf 61 Euro deutlich angehoben haben, trauen die Frankfurter dem Titel ein Kurs von 60 Euro zu.

Aus charttechnischer Sicht scheint die Hugo Boss-Aktie mittlerweile einen tragfähigen Boden gefunden zu haben. Nahezu ungebremst stürzte der Modewert seit Frühjahr 2015 von 120 Euro vorübergehend unter 50 Euro ab. Den tiefsten Stand seit über zehn Jahren wurde Ende Juni mit 47 Euro markiert. Darunter sollte die Aktie möglichst nicht fallen. Zum einen, weil sich dann erhebliches Abwärtspotenzial eröffnen würde und zum anderen, weil die Barriere des nachfolgend aufgeführten Capped-Bonus-Zertifikat bei 42 Euro angesiedelt ist. Um die Bonuschance am Ende der Laufzeit zu realisieren, darf diese Marke auf keinen Fall verletzt werden. Im Oktober überwand die Aktie die 100-Tage-Linie und generierte dadurch ein charttechnisches Kaufsignal. Einen nachhaltigen Turnaround könnte es geben, wenn die bei 56 Euro verlaufende 200-Tage-Linie “geknackt” wird und sie nachfolgend nach oben dreht. Ohne gute Neunmonatszahlen dürfte dies aber relativ schwierig werden.

Auf Seite 2: So sehen die Konditionen und Kennzahlen aus

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