Euro Stoxx 50: So sind bis Februar mit europäischen Blue Chips 34 Prozent Rendite drin

Patt-Situation zwischen Bullen und Bären beim Euro Stoxx 50: seit mittlerweile mehr als zwei Monaten wird der Leitindex der Euro-Zone in einer Spanne zwischen etwa 2900 und 3100 Punkten gehandelt. Dass sich der Index dabei auch in der aktuell saisonal eher schwierigen Phase ganz gut behauptet, kann tendenziell bullisch aufgefasst werden. Capped-Call-Plus-Papier sollten sich lohnen.

Solche hat der Emittent BNP Paribas in seinem Angebot. Wir interessieren uns für jene 103 Scheine, die eine Restlaufzeit zwischen zwei und vier Monaten aufweisen und davon wiederum für die 16 Stück, die noch eine Gewinnmöglichkeit von mindestens 25 Prozent aufweisen. Die Schwellen reichen dabei von 2700 bis 2900 Zähler, wobei uns natürlich die 2900, aber auch die 2850 zu nahe liegt. Werden auch diese ausgefiltert, kann man noch aus zehn Scheinen auswählen. Wir entscheiden uns für den Euro-Stoxx-50-Capped-Call-Plus PB8BA9: 34 Prozent plus werden erzielt, wenn die 2700er-Schwelle bis zum 17. Februar behauptet wird.

Nach Adam Riese errechnet sich in diesen vier Monaten also eine mögliche Per-Annum-Rendite von etwa 140 Prozent. Das Derivat ist seit Mitte August am Markt und während dieser Laufzeit fiel der Index niemals tiefer als auf 2922 Punkte am 30. September. Das Derivate-Tief lag dabei im Geld bei 3,10 Euro. Eine etwas stärkere Korrektur würden wir dem Euro Stoxx 50 aber noch zugestehen und orientieren uns am 61,8-Prozent-Fibonacci-Retracement der Juni-September-Aufwärtswelle um 2840 Zähler. Welcher Stoppkurs dazu dann passen würde, ist sehr schwer einzuschätzen, daher wird dieser lediglich bezogen auf den Index genannt.

Stefan Mayriedl schreibt seit 1997 über die Finanzmärkte und gehört zum festen Autorenstamm von BÖRSE ONLINE. Der diplomierte Volkswirt hat sich auf Charttechnik und Derivate spezialisiert. Seit 2010 ist er zudem Chefredakteur des Börsenbriefs smartanlegen.

www.smartanlegen.de


boerse-online.de