Dialog Semiconductor: Warum die Aktie des Apple-Zulieferers jetzt ins Depot gehört

Fakten wird es bei Dialog Semiconductor zwar erst am 3. November geben. Aber schon jetzt mehren sich die Anzeichen, dass es beim deutsch-britischen Chip-Entwickler wieder deutlich besser läuft. Nachdem im ersten Halbjahr schwache Verkäufe beim Hauptkunden Apple auch den Kurs der Dialog-Aktie belasteten, läuft seit Juli der Turnaround. Der Kurs legte zuletzt um gut 50 Prozent zu, bis zum Mehrjahreshoch aus 2015 fehlen aber noch mehr als 40 Prozent.

Operativ lief es zuletzt erfreulich, ersten Eckdaten zufolge gingen im dritten Quartal rund 345 Mio. Dollar durch die Bücher. Erst im Sommer hatte das Management eine Spanne von 290 bis 320 Mio. Dollar in Aussicht gestellt. Als Begründung verwies Dialog auf Vorzieheffekte wegen eines Feiertags in China. Nun werden die Ziele für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2016 überprüft. Zuletzt hatte das Unternehmen seinen Ausblick zweimal gesenkt.

Die Begeisterung bei Analysten hält sich noch in Grenzen, viele Profis wollen erst die Telefonkonferenz Anfang November sowie die Verkaufszahlen des neuen iPhone 7 abwarten. Apple präsentiert seine Bilanz am 25. Oktober. Erfahrungsgemäß reagiert auch die Dialog-Aktie auf die Zahlen der Amerikaner, bereits in gut einer Woche könnten somit die kurz- bis mittelfristigen Weichen gestellt werden. Es wäre nicht überraschend, wenn Apple nach dem Produktionsstopp beim Samsung Note 7 etwas optimistischer in die Zukunft schaut. Nutzer, die enttäuscht von Samsung zu Apple wechseln, könnten für die Koreaner vorerst verloren sein. Branchenexperten zufolge ist die Markenbindung bei Apple-Produkten mit 95 Prozent sehr hoch. Sollten Analysten ihre Absatzprognosen für das wichtige Weihnachtsgeschäft bei Apple nach oben nehmen, wäre Zulieferer Dialog einer der größten Profiteure.

Kursziele für die kommenden Wochen

Untermauert werden die besseren fundamentalen Perspektiven von charttechnischen Signalen. Die beiden Umkehrpunkte seit Jahresbeginn bei rund 24 Euro und der vor wenigen Tagen erfolgte Sprung über das April-Hoch bei 36 Euro stellen eine ideale Ausgangsbasis dar. Aus der Höhe des bullischen Umkehrmusters errechnet sich ein theoretisches Potenzial bis an den Widerstand bei etwa 46 Euro. Vorgelagert liegt bei 41 Euro die nächste Orientierungsmarke auf der Oberseite, die sich aus einem horizontalen Verkaufsbereich und der Oberseite des Aufwärtskanals ableiten lässt. Mit der kleinen Kurskorrektur in den vergangenen Tagen wurde auch die zuvor überhitzte Lage abgebaut.

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