DAX: Worauf Anleger warten sollten

Die nach Verfallstagen (am vorletzten Freitag) oft zu beobachtende Trendwende ist auch dieses Mal eingetreten: Der Deutsche Aktienindex beendete seine Anfang September begonnene Korrekturphase in der zurückliegenden Handelswoche und hat wieder nach oben gedreht. Ebenfalls erfreulich für das Bullenlager ist, dass die nach der starken Kursentwicklung in der Vorwoche fast schon unvermeidlichen Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende diesmal erfreulich gering ausgefallen sind. Das sind gute Grundbedingungen für einen weiteren Anstieg, doch nach wie vor fehlt der Ausbruch über 10.800 für ein entscheidendes Kaufsignal.

Die beiden Kursspitzen von August und September in diesem Areal bleiben unverändert ein wichtiger Widerstand. Auch als endgültige Bestätigung für einen Ausbruch über den Abwärtstrend im Tageschart (blau punktiert) wäre ein Anstieg über die 10.800er-Marke wichtig. Dann dürfte der Markt auch auf der übergeordneten Zeitebene in den neuen (grün punktierten) Aufwärtstrend wechseln, der Kurse bis 11.000/11.250 zulässt.

Ob der Sprung über die 10.800 schnell erfolgen kann, bleibt abzuwarten. Zumindest in der ersten Wochenhälfte sieht es nicht danach aus, da der anhand vergangener Schwankungen berechnete Prognose-Korridor (graue Fläche im 1-Stunden-Chart) vorläufig auch nur Potenzial bis 10.800 vorausberechnet. Diese Zielzone kann sich im Wochenverlauf aber weiter erhöhen. Solange der Index nicht deutlicher zurück fällt, bleibt die Prognose daher vorsichtig optimistisch, oder zumindest nicht mehr negativ. Erste Nachkäufe dürften bei einer leichten Schwäche um 10.535 (horizontale Unterstützung im 5-Minuten-Chart sowie Monatsdurchschnitt) und 10.430 erfolgen. Erst darunter trübt sich die Perspektive wieder leicht ein, dann droht ein erneuter Test der stärkeren Unterstützung bei 10.000/10.100.

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