DAX weiter Im Korrekturmodus?

Auf einen steilen Anstieg folgen an der Börse in der Regel Gewinnmitnahmen – das ist fast schon ein Naturgesetz und bedarf keiner weiteren Erklärung. Entscheidend ist nur, in welcher Form Marktteilnehmer Profite realisieren. Nimmt dieser Vorgang zu große Ausmaße an, droht draus schnell ein länger anhaltender Trendwechsel zu werden. Aktuell besteht diese Gefahr für den DAX aber noch nicht. Der Index stoppte seine Aufwärtsbewegung zur Monatsmitte an dem langfristigen Abwärtstrend (blau punktierte Gerade im Tageschart) und zeigt seitdem eine Korrektur in Form eines vergleichsweise winzigen Abwärtstrendkanals, der nur in der mikroskopischen Perspektive des Intradaycharts erkennbar wird (blauer Kanal im 5-Minuten-Chart der vergangenen Tage).

Das nun vorhandene Abwärtspotenzial reicht zunächst bis an die Unterstützungszone zwischen 10.330/60 und 10.450 Zähler. Hier könnten dann bereits wieder die ersten Schnäppchenjäger aktiv werden. Bleibt dieser Effekt aus, ist erst um 10.070/90 wieder damit zu rechnen. Dort bilden dann die 200-Tage-Linie sowie eine horizontale Zone mit mehreren vergangenen Wendepunkten die nächstfolgende Unterstützung. Anleger können daher auf der Short-Seite – also mit Turbo-Bär-Zertifikaten – aktiv werden, falls der Index deutlicher unter die 10.330er-Marke fällt.

Auf der Long-Seite – mit Turbo-Bull-Papieren – sollte dagegen erst wieder spekuliert werden, wenn der Index sich über 10.630/60 oder besser noch 10.700 erholt. Dann wäre er sowohl aus dem kurzfristigen Abwärtstrend nach oben ausgebrochen, als auch über die horizontale Barriere, die auf diesem Preisniveau erkennbar ist. Gleichzeitig wäre dann auch der langfristige Abwärtstrend durchbrochen, der die laufende Korrektur erst ausgelöst hat. Passende Papiere für beide Richtungen finden sich wie immer am Ende dieser Analyse.

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