DAX: Trading statt strategische Käufe

Auch an verhältnismäßig starken Handelstagen fanden sich in den vergangenen Wochen ab 10.650/10.700 keine Käufer mehr, in wenigen Ausnahmefällen im August erst ab 10.800. Solange diese Tendenz anhält, müssen sich Investoren noch gedulden. Erst Kurse oberhalb dieser charttechnischen Barriere wären ein frisches Kaufsignal. Nur hyperaktive Trader, die dies nicht abwarten wollen, können sich die Zeit mit kleineren Short-Spekulationen vertreiben und auf ein erneutes Abprallen des Marktes an der nun wieder erreichten Tradingrange-Obergrenze wetten.

Wer die Erfolgschancen steigern will, wartet dafür noch spezifische Umkehrsignale ab, wie beispielsweise den Shooting Star, der am 15. August und 11. Oktober die jeweiligen 180-Grad-Richtungskorrekturen anzeigte. Er entsteht wenn die Kurse nach einem steilen Anstieg intraday wieder scharf nach unten drehen. Kommt er nach einem Anstieg an ohnehin bereits als Verkaufszone etablierten Arealen vor, ist er noch treffgenauer. Doch auch weitere Formationen stellen Warnsignale dar, daher lohnt es sich den Kerzenchart des DAX genau zu verfolgen – wir werden Sie an dieser Stelle über Crash-verdächtige Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Auf der Unterseite haben die Kurse Luft bis 10.265/10.350, mittelfristig sogar bis 10.000/10.100 an die 200-Tage-Linie (violett). Kleinere Korrekturen bis an den Monatsdurchschnitt (blau) bei 10.510 kann der Markt sogar innerhalb weniger Stunden vollziehen. Ein neuer nachhaltiger Trend wird sich erst über 10.800 oder unter 10.000 ausbilden können. Auf Grund der bereits in den Analysen der Vortage ausführlich beschriebenen Ausgangslage ist auf lange Sicht der Ausbruch nach oben geringfügig wahrscheinlicher.

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