DAX: Sommerloch mit Verspätung

Seit zwei Wochen zeigt der Markt eine Seitwärtsbewegung, die in einer nur extrem knappen, zweiprozentigen Tradingrange abläuft. Diese niedrige Schwankungsintensität ist – abgesehen von der Weihnachtszeit – nur noch im Ferienmonat August möglich. Doch nicht nur das Sommerloch alleine ist schuld, dass der Deutsche Aktienindex nicht von der Stelle kommt. Auch der langfristige Abwärtstrend, der im Tageschart gut zu sehen ist, bremst den Markt aus. Er fällt aktuell mit der Obergrenze der kurzfristigen Handelsspanne bei rund 10.630/60 zusammen. Erst wenn der DAX auch oberhalb dieser Schwelle noch Käufer findet, steigen die Chancen auf eine Fortsetzung der kurzfristig entgegen gesetzten Aufwärtsbewegung deutlich.

Die Voraussetzungen dafür sind auf lange Sicht deutlich besser geworden, seit der Markt den viel beachteten 200-Tage-Durchschnittskurs nach oben überschritten hat (violette Kurve). Aber wenn das Kaufinteresse um 10.330/10.450 den Index in den kommenden Tagen nicht weiter stabilisiert, kann trotz der guten Rahmenbedingungen zuerst noch einmal eine größere Konsolidierung einsetzen. Erst um 10.070/10.090 dürften dann wieder Käufer am 200er-Mittelpreis sowie der dort bereits mehrfach bestätigten unteren Wendezone verstärkt zugreifen.

Anleger sollten somit erst bei einem Ausbruch über 10.700 oder besser 10.802 (jüngstes Zwischenhoch vom 15.8.) auf der Long-Seite aktiv werden, und alternativ bei einem Rückfall unter 10.330 auf der Short-Seite. Passende Calls und Puts haben wir wie immer am Ende dieses Beitrags aufgelistet.

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