DAX: Schwächeanfall macht es nochmal spannend

Knapp unter dem August-Hoch bei 10.802 Punkten drehte der Deutsche Aktienindex auch im September wieder nach unten und wird heute voraussichtlich sogar weit in die im 1-Stunden-Chart erkennbare Unterstützungszone zwischen 10.330 und 10.440/80 Punkten eintauchen. Hier sollte es zumindest am Montag dann aber zu einer vorläufigen Bodenbildung kommen können. Finden sich aber nicht ausreichend Schnäppchenjäger, um den Einbruch dort dauerhaft zu stabilisieren, ist ein weiterer Absturz bis an den 200-Tage-Durchschnittskurs (violette Kurve) sowie horizontalen Wendepunkt-Bereich um 10.050/10.100 so gut wie sicher.

Erst wenn auch an der 200-Tage-Linie nicht genug Käufer zugreifen, würde sich die Prognose allerdings nachhaltig eintrüben. Doch damit ist aus heutiger Sicht noch nicht zu rechnen. Das wahrscheinlichste Szenario bleibt eine Bodenbildung an einer der oben genannten Unterstützungen, gefolgt von einem weiteren Anlauf auf den Abwärtstrend bei aktuell knapp 10.700 Punkten, der eigentlich schon so gut wie überwunden war (blau punktierte Linie im Tageschart). Er sollte auf lange Sicht nach oben durchbrochen werden können, nachdem mehrere Kaufsignale in den vergangenen Monaten bereits eine nachhaltige Trendwende des DAX zurück nach oben angekündigt hatten: Sowohl der Sprung über den viel beachteten Durchschnitt der letzten 200 Börsentage als auch der Ausbruch über die in der ersten Jahreshälfte noch unüberwindbare Zone um 10.440/80 waren zuletzt klare Zeichen für einen längerfristig starken Markt. Daran ändert auch die neueste kurzfristige Konsolidierung nichts.

Vorsichtige Anleger warten aber einen Ausbruch deutlich über 10.800 ab, bevor sie auf der Long-Seite aktiv werden. Mutige können dagegen Rückschläge an die nächsten Unterstützungen für erste spekulative Positionen nutzen. Passende Papiere für beide Richtungen haben wir wie immer unter der Analyse aufgelistet. Damit lassen sich Kursbewegungen des Index etwa um den Faktor 10 verstärken, so dass Anleger mit Hebel auch von kleineren Schwankungen profitieren können.

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