DAX: Nur die EZB kann noch stören

Bereits in der gestrigen Analyse haben wir ausführlich aufgezeigt, wie die jüngste Bodenbildung um 10.660 und der Aufwärtstrend im 1-Stunden-Chart eine Stärke des DAX signalisieren und damit bereits jetzt auf weiter steigende Kurse hin deuten. Dazu kommen der schon vor einigen Wochen erfolgte Ausbruch des Marktes über den viel beachteten 200-Tage-Durchschnittskurs (violett) sowie über den einstmals zähen horizontalen Widerstand / Verkaufsbereich um 10.450, der sich im Anschluss sogar in eine Unterstützung verwandelte. Noch mehr positive Zeichen kann es eigentlich kaum geben.

Was bisher für das vollständige Glück noch fehlte, war der Sprung über die seit Anfang 2015 bestehende Abwärtstrendgerade (blau punktiert), die im Tageschart gut zu sehen ist. Häufig drehte der DAX an ihr wieder scharf nach unten (rote Pfeile). Doch inzwischen schieben sich die Kurse langsam seitwärts vorbei über diese ehemals gefürchtete Wendezone. Damit entfällt nach und nach auch das letzte Argument, das vorsichtige Investoren bisher von einem Einstieg abgehalten hat.

Wer gegen starke Schwankungen allergisch ist, muss zudem noch die Sitzung der Europäischen Zentralbank und die anschließende Pressekonferenz am frühen Nachmittag abwarten. Ab 13.45 und dann nochmal ab 14.30 Uhr könnte der Markt dadurch erneut stärkere Ausschläge in beide Richtungen zeigen. Erfahrungsgemäß können dabei auch Unterstützungen – wie beispielsweise die nächstgelegene Haltezone um 10.630/60 – gerissen werden, ohne dass dies wirklich ein negatives Signal darstellt. Unter dem Strich bleibt die Ausgangslage für den DAX sehr günstig, ein weiterer Anstieg ist nun das deutlich wahrscheinlichere Szenario. Ein passendes Hebelzertifikat, um darauf zu spekulieren, haben wir unterhalb dieser Analyse aufgeführt.

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