DAX: Kurzfristige Entscheidung steht bevor

Jetzt muss sich herausstellen, welche Kräfte am Markt die stärkeren sind: Entweder befinden sich die Verkäufe in der Überzahl, dann dürfte der Deutsche Aktienindex das Tagestief vom Montag bei 10.443 und die dort verlaufende Monatsdurchschnittslinie (blaue Kurve) unterschreiten – oder die Käufer gewinnen wieder die Oberhand, dann wäre ein Ausbruch über die zuletzt mehrfach als Widerstand dienende 10.630er-Marke die Konsequenz. Zum Wochenauftakt scheiterte der DAX an dieser Hürde. Erst ein Schlusskurs mindestens 30 Punkte oberhalb dieses Schwellenwertes wäre ein klares Indiz für ein Ende der vor einer Woche gestarteten Korrekturbewegung. Dann wäre wieder Luft bis an den langfristigen Abwärtstrend bei momentan 10.700, der die jüngste Korrektur auslöste (blau punktierte Gerade im Tageschart).

Solange dieser Sprung nach oben jedoch ausbleibt, ist von einer Fortsetzung der Konsolidierung auszugehen, bei der die nun erreichte Unterstützungszone von rund 10.330/60 (horizontal) bis 10.450 (Monatsdurchschnitt) eine stabilisierende Wirkung hat. Erst wenn sie unterschritten wird, wäre der Weg frei für weitere Verluste bis derzeit etwa 10.070/10.090 an den nächsten, etwas stärkeren Haltebereich. Dort verlaufen die 200-Tage-Durchschnittskurve (violett) sowie eine horizontale Unterstützung, die sich aus mehreren vergangenen Wendepunkten ableitet.

Nun muss sich der Index also durch einen Ausbruch unter 10.330 oder über 10.630 für einen Weg entscheiden. Aktuell ist beides möglich, wobei der scharfe Umschwung zurück nach unten im Tagesverlauf am Montag eher auf eine Schwäche, als auf eine Stärke des Marktes hin deutet.

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