DAX: Heute ist ein Ausbruch drin

Da die kurzfristige Prognose für den Deutschen Aktienindex sich im Vergleich zu den Analysen der Vortage nicht verändert hat, hilft der Blick aus der Vogelperspektive bei weiteren Erkenntnissen: Die Aufwärtsbewegung der Vorjahre ist unverändert intakt (grüne Trendlinien im Wochenchart), auch wenn der Markt sich seit April 2015 in einer Korrektur befindet (roter Pfeil). Zuletzt häuften sich allerdings die Anzeichen einer Bodenbildung, nachdem der Index mehrfach um 8900/9200 Punkte wieder nach oben drehte und sich im Anschluss sogar wieder über seinen 200-Tage-Durchschnittskurs verteuerte (violette Kurve). Unter dem Strich bleibt langfristig somit Grund zur Hoffnung, zumindest solange die Kurse nicht wieder deutlich unter die 200-Tage-Linie bei rund 10.000 Punkten zurück fallen und damit ein neues Schwächesignal senden.

Auf Sicht der nächsten Stunden wird die Vorhersage nicht so einfach, denn die Sitzung der Europäischen Zentralbank dürfte am Donnerstag zwischen 13.45 Uhr und 14.30 Uhr für Kursspitzen sorgen. Dabei könnte es – im bestmöglichen denkbaren Fall – sogar zu einem Sprung über den zähen Verkaufsbereich der Vormonate kommen, der bei 10.650/10.800 ein weiteres Vorankommen bisher blockierte. Doch in Ausnahmesituationen erfolgte Ausbrüche sind nur beschränkt aussagekräftig, vorsichtige Anleger sollten sich nicht zu früh freuen und mindestens einen Schlusskurs deutlich über dieser Marke abwarten. Die Wahrscheinlichkeit dieses Szenarios ist ohnehin nicht sonderlich hoch. Ebenso wenig droht aber auch ein Ausbruch unter die jüngsten Tiefs bei 10.265/10.350 – hier kam es seit Mitte September wiederholt zu Bodenbildungen. Damit bleibt vorerst auch weiterhin alles offen.

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