DAX: Chancen steigen weiter

Nachdem der Markt im August und im September jeweils an der 10.800er-Marke scheiterte, drohte ein Rückfall an den 200-Tage-Durchschnittskurs und die knapp darüber im 1-Stunden-Chart gut sichtbare Wendezone um 10.000/10.100. Dazu kommt, dass der September ein statistisch schwacher Börsenmonat ist. Trotz dieser negativen Rahmenbedingungen blieben stärkere Verluste jedoch bislang aus, sogar der Durchbruch unter die Unterstützung bei 10.330/10.450 blieb folgenlos, beziehungsweise wurde schnell wieder durch eine Erholung wett gemacht. Dies deutet darauf hin, dass trotz der bislang ausbleibenden nachhaltigen Käufe auch die Verkäuferseite nicht besonders stark ist.

Nun entscheidet vor allem der bisherige Verkaufsdruck um 10.800 über das kurzfristige Schicksal des DAX: Bleibt der Abgabedruck auf diesem Niveau hoch, ist eine Seitwärtsbewegung mit Tiefs im Bereich 10.000/10.100 zu erwarten. Führt ein Nachfrageschub die Kurse jedoch über die 10.800er-Marke, würde dies die jüngsten Stärkezeichen im Chart bestätigen. Der Tageshart zeigt dann einen neuen Aufwärtstrendkanal, der Luft bis etwa 11.000 / 11.250 lässt (grün punktierte Markierungen).

Doch auch die Optimisten unter den Marktteilnehmern werden etwas Geduld brauchen, denn der Index ist am oberen Rand seines statistischen Schwankungsbereichs angekommen: Die Kurse haben die nördliche Begrenzung des anhand vergangener Abweichungen berechneten Prognose-Korridors erreicht (rote Fläche im 1-Stunden-Chart), was die Wahrscheinlichkeit eines schnellen Ausbruchs über 10.800 noch vor dem Wochenende drastisch reduziert. In der kommenden Woche steigt diese Grenze jedoch an, so dass die Chancen sich erhöhen. Bis dahin bleibt die weiter oben skizzierte Seitwärtsbewegung das wahrscheinlichste Szenario.

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