DAX: Atempause vor dem nächsten Impuls

Auf den ersten Blick liefert der Stundenchart nach wie vor keine schlechte Konstellation: Der DAX ist in den vergangenen Tagen bis an die obere Begrenzung der seit Monaten vorliegenden Schiebezone gestiegen und steht vor einem richtungsweisenden Ausbruch. Die Verschnaufpause auf dem nun erreichten Niveau ist verständlich. Wer engagiert ist, setzt auf weiter steigende Kurse und bleibt investiert. Anleger die bisher an der Seitenlinie auf einen Rücksetzer gehofft hatten, warten bis der DAX endgültig die Range verlässt. Im Ergebnis pendelt der Markt in einer engen Spanne seitwärts.

Leicht negativ zu sehen ist die Kursentwicklung am Dienstag. Der DAX konnte erneut sein Tageshoch nicht über die Ziellinie retten und beendete den Handel unverändert. Bereits in den Tagen zuvor lieferte der Kerzenchart einige Warnsignale. Trader sollten den Markt somit weiterhin engmaschig verfolgen. Steigen die Kurse über das bisherige Jahreshoch, werden viele Akteure in den Markt gezwungen, um nicht in Performance-Rückstand zu geraten. Relativ zügig könnte der DAX dann die nördliche Grenze der grau eingezeichneten Range bei 10.940 erreichen. Bleibt der positive Impuls aus, droht zunächst eine Korrektur bis 10.650. Fällt das Barometer allerdings per Tagesschluss weiter zurück, erhöht sich wieder die Wahrscheinlichkeit für eine Fortsetzung der Seitwärtsbewegung.

Grundsätzlich sind die Chancen für einen goldenen Herbst an den Börsen aber weiterhin gut. Ab der letzten Oktoberwoche beginnt erfahrungsgemäß ein ideales Einstiegsfenster für die Käufer. Häufig hält die positive Phase bis mindestens Anfang Dezember an, nicht selten bleiben die Börsen sogar bis zum Jahreswechsel klar von der Nachfrageseite gelenkt.

Einen nachhaltigen Ausbruch Richtung Norden lassen auch die Signale auf der mittel- bis langfristigen Zeitebene vermuten. Im Tageschart können die steigenden Hoch- und Tiefpunkte zu mehreren parallel verlaufenden Trendlinien (Chart 2, grün gestrichelt) verbunden werden. Auf Sicht von einigen Wochen reicht somit der Spielraum bis 11.150 und maximal sogar 11.460 – Tendenz weiter steigend. In die gleiche Richtung deuten auch die Vorgaben vom langfristigen Wochenchart, der ebenfalls eine intakte Aufwärtsbewegung zeigt. Steigende Kurse sind somit grundsätzlich wahrscheinlicher, wobei natürlich jederzeit Rücksetzern einkalkuliert werden müssen.

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