Dax: Anleger müssen die Tradingrange nutzen

Seit dem Jahreshoch bei 10.802 in der zweiten Augustwoche zeigt der Deutsche Aktienindex keinen klaren Trend mehr. Dieser Wendepunkt dürfte kein Zufall sein, da er ziemlich präzise mit einer Abwärtstrendlinie im Tageschart zusammen fällt (blau punktiert). An dieser Gerade drehte der DAX in den vergangenen Monaten bereits häufiger wieder deutlich nach unten. In letzter Zeit häuften sich aber die Anläufe an diese charttechnische Hürde, und seit Jahresbeginn zeigt der Markt zudem auch Ansätze eines neuen, diesmal nach oben gerichteten Trends (grün punktierte Geraden).

Daher ist auf längere Sicht ein Ausbruch nach oben mindestens ebenso wahrscheinlich, wie eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung – vermutlich sogar wahrscheinlicher. Nicht zu vergessen ist auch weiterhin das positive Signal durch den Sprung des Marktes zurück über seinen 200-Tage-Durchschnittskurs (violett) Ende Juli, der statistisch gesehen als gutes Kaufsignal gilt. Erst wenn der DAX wieder unter diesen Mittelwert bei aktuell knapp über der 10.000er-Marke fällt, könnte sich die Prognose wieder eintrüben. Doch die Chancen sind gut, dass es bei 10.000/10.100 wieder zu verstärkter Nachfrage kommt, hier drehte der Markt in der Vergangenheit schon häufiger.

Ebenso ist allerdings auf der Oberseite bei 10.700/10.800 verstärkter Verkaufsdruck zu beobachten. Erst wenn der Markt eine dieser Grenzen durchbricht, kann es in die entsprechende Richtung weiter gehen. Bis dahin können Anleger sich nur nach diesen Schwellenwerten richten, und am unteren Rand verstärkt Long-Positionen kaufen, am oberen verkaufen. Bei Short-Positionen gilt dies entsprechend umgekehrt, ihre Gewinne werden an der Untergrenze der aktuellen Tradingrange mitgenommen, gekauft werden sie dagegen an der Obergrenze. Passende Papiere um auf beide Richtungen zu spekulieren finden Sie wie immer am Ende der Analyse.

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