DAX: Abwärtstrend wird Geschichte

Wenn die Europäische Zentralbank über den Leitzins berät, kommt zur Bekanntgabe der Entscheidung um 13:45 Uhr Bewegung in den Markt, der dadurch besonders unberechenbar wird. Ab 14:30 Uhr verstärkt sich dieser Effekt dann noch, wenn die Pressekonferenz der Währungshüter für weitere Volatilität sorgt. Auch der gestrige Donnerstag zeigte wieder diesen typischen Verlauf, wobei der Deutsche Aktienindex seiner grundsätzlichen Richtung allerdings treu blieb.

Selbst der Ausbruch unter die erste Unterstützung um 10.630/60 blieb am Vortag ohne negative Konsequenzen, bereits an der Untergrenze des frisch im 5-Minuten-Chart entstandenen Aufwärtstrendkanals (schwarz punktierte Linien) stabilisierte sich der Markt wieder. Sie bildet heute bei 10.570/90 die erste (schwache) Stabilisierungszone. Im 1-Stunden-Chart verläuft ein weiterer Aufwärtstrendkanal (grün punktiert), der bei einem ähnlichen Preisniveau kurzfristig für weiteren Support sorgt – aber zu steil ist, um auf Dauer durchgehalten zu werden. Insgesamt spiegelt die steigende Tendenz auf diesen Zeitebenen jedoch gut die allgemeine Stimmung am Markt wider.

Dazu passt auch, dass der DAX zunehmend aus dem langfristigen Abwärtstrend im Tageschart seitwärts heraus rutscht (blau punktierte Geraden). Das ist zwar nicht so spektakulär wie ein schöner Ausbruch nach oben mittels eines starken Kurssprungs, hat aber den gleichen Effekt: Dieser Trend wird zunehmend unwichtiger, womit nun auch das letzte Hindernis für einen weiteren Anstieg entfällt. Besonders vorsichtige Anleger können zur Bestätigung noch einen Ausbruch über die jüngsten Hochs knapp über der 10.800er-Marke abwarten. Bereits jetzt ist allerdings ein positives Käuferklima erkennbar.

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