DAX: Absturz gerade noch abgewendet

Der Kurseinbruch unter die September-Tiefs bei 10.260 Punkten hätte der Startschuss für eine weitere Abwärtsbewegung sein können – doch stattdessen erholte sich der Index sprunghaft wieder zurück bis an seinen Monatsdurchschnittskurs (blaue Kurve). Das zeigt erneut, wie wichtig es sein kann, zumindest eine kleine Bestätigung eines Verkaufssignals abzuwarten. In diesem Fall wäre ein Tagesschlusskurs unter den Zwischentiefs wichtig gewesen, und nicht nur ein Intraday-Durchbruch. Doch auch aus einem Fehlsignal – also einem falsch signalisierten Ausbruch nach unten – lässt sich lernen: Es zeigt, dass der Markt noch nicht reif ist für den nächsten Abwärtsschub, und ist in der Regel ein kurzfristig positives Zeichen.

Zumindest wird durch die jüngste Entwicklung der um 10.000/10.100 liegende Kaufbereich erneut bestätigt. Er setzt sich aus einer horizontal verlaufenden Zone mit mehreren Wendepunkten und der 200-Tage-Durchschnittslinie (violett) zusammen und wurde Anfang August zuletzt als Unterstützung sichtbar (grüne Einkreisung im 1-Stunden-Chart). Erst ein Schlusskurs deutlich unter dieser Marke gäbe Anlass zur Sorge. Bis dahin bleibt ein Anstieg zurück in den Bereich 10.700/10.800 ebenso möglich. Dort zeigt sich im 1-Stunden-Chart und Tageschart eine Häufung von Wendepunkten, auch der immer noch bestehende langfristige Abwärtstrend verläuft auf gleicher Höhe (blau punktierte Gerade).

Eine Bewegung zwischen 10.000 und 10.800 ist damit vorerst das wahrscheinlichste Szenario für den Markt. Erst ein Ausbruch über 10.800 wäre ein neues Kaufsignal – und auch dieser müsste nachhaltig sein.

Auf Seite 2: Empfehlung der Redaktion

Weitere Links:

  • Dax-Realtimekurse

boerse-online.de