DAX: Ab hier erfolgt ein Ausbruch

Ein weiteres Mal scheiterte der DAX an den jüngsten Zwischenhochs – diesmal drehte er sogar schon mit respektvollem Abstand vor der in den vergangenen Wochen etablierten Verkaufszone um 10.800 wieder nach unten. Solange der Durchbruch über diese charttechnische Hürde nicht gelingt, kann es auch keine Fortsetzung des Aufwärtstrends geben.

Auch auf der Unterseite existieren jedoch mittlerweile verlässliche Wendezonen. Hier ist insbesondere das Areal um 10.000/10.100 wichtig, das von der 200-Tage-Durchschnittskurve (violett) und einem horizontalen Bereich mit vielen Umkehrpunkten gebildet wird. Darunter hinaus führende Verluste sind vorerst weniger wahrscheinlich. Doch erst wenn der Markt die genannten Grenzen dauerhaft verlässt, ist vom Start eines neuen Richtungsimpulses auszugehen.

Langfristig orientierte Händler bleiben bis dahin passiv, und halten bestenfalls an bereits bestehenden Long-Positionen fest – immerhin zeigen sich aus der Vogelperspektive nach wie vor eher positive Signale: Im Tageschart bestehen Ansätze eines Aufwärtstrends (grüne Geraden), im Wochenchart wirkt die im Vorjahr begonnene Korrektur im Vergleich zum übergeordneten Langfrist-Trend immer noch unbedeutend. Kurzfristig agierende Trader müssen dagegen anders vorgehen. Sie können sich in die jeweils andere Richtung aufstellen, sobald eines der Randgebiete der aktuellen Tradingrange erreicht wird. Da der Index aktuell eher in der Mitte zwischen diesen Extremen notiert, ist dafür etwas Geduld mitzubringen.

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